ficnthumS, Mönchs - Theologie, Aberglauben und Schwär-mern) antreffen. Er wird dieses beobachten und sich wun-dern, wie auf einem solchen Boden voll Unkrauts, so man-cher Keim des Guten auskommen, und so manche Tugendmir einer schimmernden Große hcrvorsprosien kennen, dieheut zu Tag denen, welche sieh zu einem solchen Schwungder Seele zu ohnmächtig suhlen, als Erzählungen, a»Sden Fabelzeiten vorkommen werden. Sie werden mit Er-staunen den Einfluß wahrnehmen, welchen Erziehung undSitten in die Herzhastigkeir der alten Ritterschaft vorigerJahrhunderte gehabt. Hier hatte alles, auch die Spieleder stiebe, ein kriegerische Ansehen, die Farben, der Na-mcnzug, der Sinnspruch der Geliebten, zierten den Schilddes Liebhabers.
Die Schranken des TurnierpkazeS öffneten sich jedesmalals ein neues Feld der Ehre, wo der Sieger vor den Au-gen der ganzen Nation oder eines Theils derselben, die Kroneder Belohnung anS den Handen der größten Schönheit er-hielt. Iczt vergleiche man mir diesen Tagen der Ehre dieheutigen, wo beynahe Trägheit, Unempsindlichkcit herrschen,wo. ein Theil nnsicr Krieger die Lanzen, mit welche» ihreVater fochten, nicht erheben können.
Turnier-Könige, Herolde uns Waffen - Porsevanten er-innerten den jungen Ritter, der zum erstenmale im Turnier"schien, an die Thaten seiner Ahnherren. „Gedenke, wes-sen Sohn Du bist!" riefen sie ihm zu: „und schlage nicht„aus der Art." Der edle Jüngling nahm weder Wappen,»och Fcldloflmg, noch Wahlspruch an; trug eine Deke überseinen Schild, damit sein Geschlcchtswappen nicht siclsibarwerde, biS Sckwcrt oder Lanze die Deke zerhauen oder zer-nssen haben würde. Dfr ließ er auch den Schild ganz weiß;Tapferkeit und Tugend mahlten ihm ein Sinnbild darauf.