herauszufordern; Ludwig der FeS.nme gak- die Wahl, obman den Stvk oder d?c Waffen erwählen sollte. Allein hierzeigt sich der Ursprung dcS Uebels, welches, obschon sehrgcniildert, noch unsern Adel, unsre Jugend plagt. In derFolge schlugen sich allein die Knechte mit Stbkcn. Manforderte in diesen. Zeiten einander vor Gericht heraus, undman schlug sich, wie schon gesagt, auf Leib und Leben.Wenn einer den Streit vor Gericht angenommen hatte,mußte er sich schlagen, und die Ehre gestattete nicht, seinWort -urükzustehe». Die Edelleute, als Ritter, schlugensich in vollen. Waffen und zu Pferde, der gemeine Mannzu Fuß mir dem Stok. AuS diesem Grunde, sind heut zuTage Stolschlägc nicht anders als mit Blut abzuwaschcn.Der gemeine Mann, dein kein Helm daS Gesicht bedektc,wurde oft im Streit auf dasselbe geschlagen , daher wirdeine Maulschelle für eine große Beschimpfung gehalten, weilman dadurch auf eine gemeine Weise mißhandelt wird.
Warum ist daS Schwert eine adeliche Waffe? fragtjt-Icmtesgnicui. Warum dee S'.ok eine verächtliche Wehr?Metall wird im Schoose der Erde erzeugt, und Hol;wächst über die Erde hervor; warum ist jenes edler aiSdieses? DaS salische Gcsez, die Gcseze der Friesen undLongobardcn, belegen denjenigen, welcher Stolschlägc aus-theilte, mit einer weit kleinern Strafe, als denjenigen, wel-cher eine noch so geringe blutige Wunde versezte. Es gabGeldbußen für einen, für zwey. für drey Siokschlage.Heut zu rage gilt cS gleich, ob man Einen oder hundertStreiche empfangen hat.
Die Ehre gebahr nach und nach ein Unding und liehihm einen Namen, für welchen der Deutsche noch heutekein Wort hat: koinc ü'llomwur. Es ist eine Chimäre,