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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
Entstehung
Seite
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daraus, als er durch den berühmten ZZayard zum Llilit«oder Ritter geschlagen wurde. Diese Gewöhnlich war sehralt, denn schon Tacitu? hat in seinem Buche von den Sit-ten der Deutschen angemerkt, daß sie unter ihnen üblichgewesen sey.

Das Zeugniß dieses römischen Geschichtschreibers ist merk-würdig, denn man ersieht daraus, ,.) daß die alten Deut-schen nie über eine öffentliche besondere Angelegenheit sich, berathschlagten, ohne das Gewehr bey der Hand gehabt zuhaben. 2.) Daß es Niemand erlaubt gewesen, das Gewehr zutragen, als bis er von seinem Volk dazu tüchtig erkannt und ge-wählt worden. gchWenn er Beyfall erlangt, daß man alsdannden jungen Ritter in eine öffentliche Versammlung geführt, wo-selbst ihn, entweder von: Oberhaupt seines Volks, oder vonseinem Vater, oder von einem seiner Anverwandten einSchwert und Schild gegeben worden. 4.) Daß solches füreine große Ehre gehalten worden, und daß derjenige, dem sol-che wiederfahren, als ein Glied der Republik angesehen wor-den, vorher aber nur als eine Privatperson geachtet gewe-sen. 5.) Daß dieses der wahre Ursprung der Ritter sey,die in den folgenden Zeiten so viel Unheil verursachten, in-dem es ganz natürlich war, daß die Nordischen Völker ihreEeseze und Gewohnheiten ausgebreitet, wo sie nur hinge-kommen. Die Longobardcn waren sonderlich hierinn so ci--gensinuig, daß einer ihrer Könige den Offizieren den Hof-versagte, als sie ihn baten, daß er den königlichen Prinzen.mochte mir sich speisen lassen, nachdem er eine große That-vollführt hatte; weil bey den Longobardcn ein kö-niglicher Prinz nie mit seinem Vater speisendurste, wo ihm nicht von einem auswärtigenFürsten die Waffen angelegt worden waren.Dicjcr Ritterschlag geschah nun mit vieler Solennirät und

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