mcn deS allmächtigen Gottes, des Schöpfers des Wassers,durch den unaussprechlichen Namen Jesu Christi, der aufdem Master, wie auf festem Boden gegangen, der sich desWassers zum Sakrament der heil. Taufe bedient, und derIsrael durchs rothe Meer geführt. Und nachdem alles an-dere angeführt worden, was nur zum Lobe des Wassers ge-sagt werden konnte, so bat man Gott, daß er den Schul-digen nicht annehmen, sondern durch die Lrafr unsersZerrn Jesu Lchristi verwerfen mochte, damit alle Gläubigeerkennen lernten, daß kein Laster oder Zauberkraft seiner Kraftwiderstehen, oder uncntdckt bleiben könnte. Ferner legte manauf den Verklagten allerley Beschwörungen, im Namen Got-tes, im Namen der Dreyeinigkeit, inr Namen der Engel,der 2 g Acltestcn, und des schrecklichen jüngsten Gerichts.Man beschwor sie im Namen der vier Evangelisten, derApostel, der Jungfrau Maria, und der heiligen Bckcnuerund Märtyrer. Mithin mußte alles was nur Heiliges imHimmel war, in diese Ceremonie wirken.
Diese Gebräuche wurden vorn P. Eugcnius II. einge-führt. Der Pater Zarduin will zwar diesen Saz bestrick-ten; der so gelehrte als seiner Kirche ergebene Pater Ma»billon hingegen, hat kein Bedenken getragen, das Dekretdes P. Eugen II. bekannt zu machen; er fand cS in einemManuskript zu Nhcims, das beynahe zoo Jahr alt war,desgleichen auch in einer Handschrift zu Aurcrre. Endlichhatte auch das Koucilium von Lislcbonne so im I. ic>8ogehalten nvvrden, entschieden, daß, wenn die Feuerprobenangeordnet würden, dieselben von der Mutter der Kirche,die Richtcrin darüber wäre, geschehen sollten. Es ist da-her gar kein Zweifel, daß dergleichen Gebräuche,, durchDekrete der Päbste, der Concilien und durch die allgemeineGewohnheit der Mutter, das ist der Kirche, autorisirt worden»
B 2