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diesen Spott hier wieder lesen. Freilich soll der Pflanmen-baum, der doch nur huzelichtc gelbe Pfläumcheu trägt, sichnicht brüsten, weil er aus einem Aprikoscnkcrn entsprossenist, der einst auS Epirus gebracht wurde.
Das ist eine wassersüchtige Ehre, die blos vom Stolzder Geburt abschwillt. Das Wort Ehre wird auf jedemGrabe gemißhandelt, ist ein lügendes Siegeszeichen jederGruft, und eben so oft stumm, wo Vergessenheit das Graswirklich ehrcnwerthcr Gebeine ist. (")
Die sich mit Bildern und Stammtafeln brüsten, sindfreilich bekannte Menschen, aber darum nicht immer edleMenschen. ( )
Mancher würde vor seinen Ahnen laufen, wenn erplbzlich in ihrer Mitte stünde. Man werfe einen Blick aufdie rohen Menschen des vierzehnten und fünfzehnten Jahr-hunderts , wie sie nur von Turnieren und Fehden träumen,wie sie in Gottes Namen ausziehen, arme Handelsleuteauf der Straße anzufallen und zu berauben; wie sie ihreRache an den Meistbietenden verhandeln, und dieser dannauf seinem Bergschloß lauert, den unbefangnen Reisendenniederwirft, oder eine Rittcrzchrung von ihm heischt, u.s.w.Freilich wuchs auch Weizen unter jenem Unkraut, undHeldenthaten keimten zwischen Raub und Mord. Der Se-gen beschützter Wittwen und Waisen, drang öfter zumHimmel empor, als das Nothgcschrei geplünderter Wehr-losen.
Wirklich ist der Adel etwas Großes, wenn er sich aufeigene Verdienste, oder auch auf ausnehmende Vcrdicnste-der Voraltern gründet. Wie schön ist. jener Adel, faK
(*) Schakespeare.
(") Seueka«.