— XVI —
und Ansehen verschaffte, und nach alter Beschaffenheit desKriegswesens eben so wichtig und zwekmasig, als alle je«zige Ererciticn. Nimmt man dazu den Eindruk, den dasallgemeine Lob, das dem Uebcrwinder gezollt wurde, auchaus die andern und auf die gesammtcn Zuschauer machenmußte; die Gewandtheit, die der Geist und der Körperhier erlangen mußten, das starke Gefühl von Ehre und dieherrschende Liebe für Tapferkeit, was hier in diesen mitRecht genannten Schulen der Tapferkeit gepflanzt wurde,so können wir diesen Uebungen sicherlich nimmer und uinr»mer unftrn Beyfall und unsre Bewunderung versagen " rc,Sie müssen, werde ich noch beyfügen dürfen, in jungenehelichenden Gemüthern Nachciferung erwckc», und sie zuherzhaften, großen und edeln Thaten entflammen.
In unsern fieberhaften Zeiten, sagt neuerlich der vor«trefliche Präsidcnr von Kozcbue, wo es Mode wird amDaseyn Gottes zu zweifeln, wo man Empörung zu Hel«denlhaten siampelt; wo man eS jfür übcrflüßig hält,Gott und dem Kaiser zu geben, was ihnen gebührt, woman den Adel herabzuwürdigen glaubt, wenn man auf ihnschimpft; wo die Gleichheit aller Stande der Stckenesel ist,auf welchem junge Dichter reiten; heut zu Tag verdientDank der Mann, der es versucht, den jungen Adel zu jenenVerdiensten aufzumuntern, die ihren Ahnen den Adel gaben;der ihnen beweist, daß der Dummkopf und der Feigherzige gc«dorne Sklaven, der Weise und Tapfere, gcborne Edelleute sind;der den jungen ahncnstolzcn Lassen erinnert: nur Tugendsey der wahre Adel! Doch auch die alles bespöttelndenFrcyhcitssi jund Gleichhcitsprediger überzeuget: Der alteGefchlechtsadel sey keine bloße Chimäre. Große Männerhaben /mir; Recht des »möchten Ahnenstolzes gespottet, undMine Männer, deren Gewissen nicht steh davon ist, mögen