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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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gehören. Man will, daß er abgehärtet, herzhaft, nner-schroten und überhaupt ein braver Offizier werde, dem dieEhre lieber als das Leben seyn müsse. Vortreflich! Aber,sucht mau ihn auch bey Zeiten auf große Thaten aufmerk-sam , und mit allen Heldentugenden, durch Fesisezung rich-tiger Begriffe, immer bekannter zu machen, in seinem Her-zen ein Feuer der Nacheifcrung anzufachen , und ihn durchalles dieses mit jenem hohen Gefühl von militanfchcr Ehrezu beseelen?! Weiß er, worin eigentlich diese Ehre beste-he, wodurch man sie und die daraus Herfließende Herz«haftigkeit und Tapferkeit erlange und befestige; durch waSsie unerschütterlich werden ? Lernt er seine Pflichten unddie Mittel kennen, durch welche er den Ruhm eines bra-ven Offieiers, und der damit unzertrennlich verbundenenRechtschaffenheit erwerben kann. Mit Einem Worte: dran,gen sich alle unsere Bemühungen auf den Punkt der EhreUnd der Vaterlandsliebe zusammen?

Allerdings wichtige Fragen -- erhabene Forderungen!über die ich in dem Buche selbst, nach dem Maase meinerKräfte, etwas zu sagen gedenke.

Um meinem Zwek naher zu kommen, finde ich nöthig,mich bey Beschreibung deS alten NitterwesenS und der Tur-niere, dieser ehemaligen Schule der Tapferkeit, ziemlichlange zu verweilen, hoffentlich ohne befürchten zu dürfen,daß ich meinen jungen Lesern dadurch lange Weile verur-sachen werde: diese werden vielmehr die Bemerkung einesneuern richtigdenkcnden Schriftstellers eben so wahr als schönfinden, welcher sagt: Betrachten wir die gesummte Anstaltder Turniere und die dabe» vorgeschriebenen Geseze, sofinden wir: ES war gewiß keine'verachtungswürdige,

eine blos tändelnde Politik, die solchen Uebungen Glanz