Man wäscht alsdann die Platten gehörig ab, und reinigtdie Zapfenlöcher mit Puhhöljern, sowie auch die Zähnebesonders mit spanischWeiß, eine Art Pulver. ZumPoliren der Stahlcheile nimmt man Oelstein, und Holzmit englisch Braunroth. Die Schrauben lasse man zu-letzt noch auf den Kohlen blau anlaufen.
Nun noch einige Worte über das Zieserblatt und dieZeiger. Ersteres ist entweder von Metall oder von Email.In beyden Fallen muß man erst die falsche Platteverfertigen. Man haue zu dem Ende aus einem großenStücke Messingbleche von ^ Linie Dicke ein Stück heraus,welches nach allen Seiten hin um einige Linien länger undbreiter seyn muß, als die Platten der Uhr. Man gebediesem ausgehauenen Stücke die Gestalt wie
4- V. Man niete 4 Pfeiler daran, die vor-her so eingerichtet waren, daß da, wo die Zapfen ange«dreht werden, ein Ansah bleibe. Die Pfeiler werden solang gemacht, daß, wenn sie an die falsche Platte genie-tet, und ihre Zapfen in ihre Locker, auf der Pfeilerplatteso gebohrt, daß sie an keinen Theil des Uhrwerks stoßen,gesteckt und mittelst Vorsteckstifte befestigt sind, daß denndie innere Fläche der Zieferblattscheibe den an dem Stnn-denrohre befindlichen Ansah berühre, und, nachdem fürdiese Röhre das Loch in die Mitte der gedachten Zieferblatt-scheibe gebohrt ist, diese Röhre nicht zu vielen Spielraumauf und nieder habe. Hat man das in die Mitte desBlindbodens oder der falschen Platte oderder Zieferblattscheibe gebohrte Loch, um dieStun-denröhre gehörig hindurch gehen zu lassen, vergrößert, undden entstandenen Grad abgefeilt oder geschliffen; so sorgeman für den sogenannten Zieferring oder das eigent-liche Zieserblatt. Der Durchmesser seines äußern Randeskann so groß als die Breite der Platten der Uhr, nichtkleiner, wohl aber, wenn man will, etwas größer seyn.Wenn man kein Zieserblatt von Email haben will (s. Z i e-ferblatt), so macht man den Zieferring entweder von gutemEnglischen Zinn, oder von Messing, und versilbert ih»b