Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
372
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gen Raum verschaffen müssen. Ist dies geschehen; somacht man mit der Bearbeitung der Platten den An-fang.

Man nimmt zu dem Ende Messingblech (s. Mes-sing) von etwa 2 Linien Dicke, schneidet daraus für diebeyden Platten der Uhr zwey viereckige Stücke, etwaskleiner als der Riß sie bezeichnete, weil sie durch das Ham-mern doch noch vergrößert werden. Man legt sie nunauf einen großen eben geschliffenen und polirten Amboß,und giebt ihnen mit der Finne des Hammers ihre gehörigeHarre, nachdem man zuvor alle scharfen Ecken weggenom-men hakte, um kein Aufreißen zu befürchten. Sind diePlatten auf diese Art gehämmert, so schlägt man sie noch-mals mit der Bahne des Hammers, um die Ungleichhei-ten , die die Finne verursachte, wieder herauszubringen;übrigens beobachte man die im Artikel Messing vor-geschriebenen Regeln. Darauf feilt man sie eben (s. Fei-len, Uimer), und von der Größe als der Riß sie angab.Um die Ecken recht scharf zu erhalten; so bediene mansich des Winkelhakens. Hat man die Platten soweit in Ordnung gebracht; so legt man das Papier, wor-auf der Riß steht, auf die eine Platte, woran die Pfeilerkonimen sollen, und welches die stärkste seyn muß; manhalte es recht fest darauf, daß es sich nicht verrücke. Nunnehme man einen Stift, stecke denselben in die Mittel-punkte aller auf dem Papier angemerkten Räder, so daßer diese Punkte auch auf der Platte anmerke. Daraufnehme man, nach weggenommenen Papiere, den Halb-messer jeder Räder für sich auf dem Papiere zwischen denZirkel, und reiße für alle Räder schwache Kreise auf diePlatte. Sodann merke man sich die Stellen wo die Pfei-ler hingesetzt werden sollen. — Es müssen deren viereseyn, an jeder Ecke der Platte einer; sind die Plattengroß, so kömmt auch wohl noch einer in die Mitte dersel-ben. Darauf bohre man die Löcher in die Platte für diePfeiler.

Auf die äußere Seite der Pfeilerplatte lege man nundie zweyte Platte; man befestige beyde genau auf einander