man für die erste Classe die Gervichtuhren, die durchdie Schwere eines Gewichts in Bewegung gesetzt werden,und für die zweyte Kie Feder uhren, die ihre Bewe-gung durch die Kraft einer Feder erhalten. Die Gewicht-ulwen find unter dem allgemeinen Namen Wanduhrenund T h u r m u h ren, und die Fcderuhren unter dem Na-men Tafel- oder T i sch u h r e n bekannt. Die Wand-uhren nebst den Tafel - oder Tischuhren nennt man auchgewöhnlich Stubenuhre n.
Eine jede dieser Uhren für sich theilt man füglich in zTheile: r) in das eigentliche Räderwerk oder soge-nannte Laufwerk, 2) in die Hemmung und z) indas Weiserwerk. Daß hier blos vom Gehwerkedie Rede sey, versteht sich von selbst; die Verbindung derRepetir- und Schlagwerke mit diesen Uhren findet man inden Artikeln Repetiruhr und Schlagwerk beson-ders abgehandelt.
I. Wanduhr.
Innere Einrichtung derselben.
Es stelle I?i§. I. Vnd. XI. eine Wanduhr nach derBauart des Berthoud vor. 2. sey die nämlicheUhr in Profil. /V (?ix. 1.) st'y das Rad worauf zuerstdie bewegende Kraft würkt, welche aus dem Gewichte?besteht. .Man nennt dies Rad gewöhnlich Walzrad,weil auf dasselbe eine Walze befestigt wird, die mit demRade einerley Are hat; ist diese Walze, welche man2. mit den nämlichen Buchstaben bezeichnet in Profi!steht. Ueber diese Walze wird eine starke Darmsaite ge-schlagen, welche das Gewicht hält, die die Uhr treibensoll. Diese Saite kann »ur nach einer Richtung derWalze ausgewunden werden, und sie darf sich nicht nachder Seite berumdreben, wo das Gewicht, als bewegendeKraft, zieht; die Walze würde sich sonst herumdrehen,ohne auf ihr Rad zu würken. Dies verhindert man durchAnbringung des Sverrrades und SperrkegelS (s. Gesperre