Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
356
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Bemerkungen über Pendel von dem un.gleichen Zuge der Feder'bewegt.

Bey der ruhenden Hemmung werden die Oscillatio-nen des Pendels langsamer; denn sie werden währenddemRuhen vermöge des Drucks der Zähne des Hemmungsra-des aufgehalten. Ist hingegen die Hemmung zurückfal-lend ; fo werden die Oscillationen schneller geschehen, weilder Zurücksall den aufsteigenden Theil der Oscillation ver-kürzt, wodurch der Bogen kleiner wird., Ucberhaupt be-schleunigt noch der Zurücksall des Radetz den fallenden Theilder Oscillation. Man kann sich dies leicht vorstellen,s. Heminu n g.

Um nun die Oscillationen des Pendels der Tisch-uhren, welche klein sind, isochronifth zu machen, merkeman sich folgendes: Man muß dabey i) die Stärke desRegulators gegen die bewegende Kraft verhältnismäßigmachen, und denn auch die Hemmung so einrichten, daßder ungleiche Zug der Feder dennoch nicht den Isochronis-mus der Oscillation verändere. ' Bey einer Uhr mir derruhenden Hemmung wird, je leichter die Linse ist, und jekleiner die Bogen die sie beschreibt sind, die Uhr bey Ver-mehrung der bewegenden Kraft um so mehr zurückbleiben.Ware nun die bewegende Kraft stark; so würde die Schwereder Linse nicht hinreichend seyn die Friction der Ruhe zuüberwinden; es würde daher daö Pendel um so länger,ohne in die senkrechte Lage zu fallen, verweilen. Ist hin-gegen die Bewegung des Pendels in Rücksicht der bewe-genden Kraft stark; so werden die Oscillationen des Pen-dels um so weniger von der Unruhe in Unordnung gebrachtwerden können. Bey einer schweren Linse, welche großeBogen beschreibt, würden daher die Oscillationen nichtmerklich gestört werden, und wenn die bewegende Kraftauch doppelt so stark wäre als eigentlich zur Unterhaltungdes Pendels erfordert wird.

Eine zurückfallende Hemmung, bey der die Linsenach. der bewegenden Kraft verhältnismäßig zu schwach