Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
351
Einzelbild herunterladen
 

P e ii zzi

Bey allen diesen Berechnungen hak man sich dasPendel als ein einfaches vorgestellt, dessen Masse in einemeinzigen Punkte vereinigt ist; bey einem zusammengesetz-ten Pendel aber befindet sich der Mittelpunkt der Schwin-gung nicht in der Mitte der Kugel oder der Linse der Pen-delstange, sondern etwas höher nach dem Aufhängungs-punkte zu, und da müßte man, um die Berechnung aufsgenaueste zu verrichten, den Mittelpunkt des Schwungesganz genau bestimmen können. Allein hierzu sind Rech-nungen nöthig, wovon hier nur die hauptsächlichsten bey-gebracht werden sollen.

Bernoulli erustitorum. 1691)

hat folgendes Verfahren, den Mittelpunkt des Schwun-ges zu finden, gelehrt, wenn die Länge des Pendels, dieSchwere des Gewichts und die Entfernung vom Aufhän-gungspunktc bekannt ist: Man sieht das Pendel als auszwey Gewichten bestehend an, wovon das eine die Schwereder Linse, und das andere die Schwere der Pendelstangeangiebt. Man multiplieire >) jedes Gewicht mit dem-Quadrate seiner Entfernung und addire die Facta; 2) mul-tiplieire man auch jedes Gewicht mit seiner Entfernung,addire die Facta, und dividire die Nr. 1 gefundene Summedamit; so wird der Quotient die Entfernung des Schwin-gungspunktes vom Aufhängungspunkte angeben. Es heißez. B. das Gewicht der Linse x, das Gewicht der Pendel-stange^; die Länge der Pendelstange ^ L, die Entfer-nung der Pendellinse voin Aufyängungspunkte ^ 6; so ist,wenn ^ L 20; x 6; ^ 2 be-deutet, das Quadrat von 20x20-^ 400,

Mult. mit x x 62400add. -1- 128

von ^0 gx8 64mult. mit x x 2

2Z28