Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
346
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bukt dann mit dem ersten Gliede dividirt. Ein Paar Vi-brationen geschehen hier nun zwar weniger, indem aus denZahlen und 288 die Wurzeln nicht ganz genau aus-gezogen sind; allein dies Exempel wird doch dienlich seyndas Verfahren zu zeigen, wie man die Berechnung vor-nimmt, und wer selbst Lust zum Rechnen hat und mit demAusziehen der Wurzeln und den Decimalziefern umzuge-hen we:ö, der kann für sich die Rechnung weiter treiben,um das Resultat noch mit mehr Scharfe zu bekommen.

2. Will man die Lange eines Pendels finden, dessenAnzahl Vibrationen in einer Stunde bekannt ist; so wissenwir aus den oben vorgeschriebenen Regeln, daß sich dieLangen der Pendel umgekehrt, wie die Qua-drate der Vibrationszahlen verhalten, undLaß daraus die Proportion entsteht: Sowie sich dasQuadrat der Vibration szahlcn eines gege-benen Pendels zum Quadrat der Vibra-tionen des Sekundenpendels verhält; so ver-hält sich die Länge des SekundenpendelsZur Länge des gesuchten. Es seyen z. B. die Vi-brationen des Pendels, dessen Länge man sucht, 2600 ineiner Stunde. Das Quadrat davon wäre 2600 x 2600 6760000. Eben so von z6oo das Quadratz6os x z6oo 12960000. Streicht man nun vonjeder dieser beyden Zahlen die vier Nullen weg; so kannman das Verhältniß so setzen: 676: 1296 z Fuß84 Linie: x; oder 676: 129688* (halbe Linien):x. Wenn man nun die beyden mittlern Glieder mit ein-ander multiplicirt, und das Produkt durch das erste Glieddividirt; so erhält man den Werth von x 1689^9halbe Linien oder 5 Fuß i o Zoll und 5 Linien der Längeeines Pendels, welches in einer Stunde 2600 Schwin-gungen macht.

Auf eine so mühsame Art haben verschiedene KünstlerTafeln berechnet, wo mehrere Pendellängen für eine ver-schiedene Anzahl Vibrationen angegeben sind. Wenn mandaher die Länge eines gewissen Pendels haben will, und