Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
328
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Mor

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kuqsl, welche in eine Oefnung des Zieserblakts paßt, zumVorschein. Es nimmt der Mond von da an immer mehrab, und also auch die glänzende Hälfte der Mondskugel;ist er im Viertel, so sieht man die Hälfte der hellen Monds-scheide; ist er neu, so kömmt die ganz schwarze Hälftehervor.

Da nämlich das Skundenrad alle 24 Stunden ein-mal herumkömmt, so muß es innerhalb 29 Tagen 12Stunden 44 Minuten z Sekunden, 59 ^tz mal herum-kommen; den Bruch läßt man weg, und nimmt nur5 9 mal an. Befestigt man nun einen Stift an das Stun-denrad, und läßt solchen in das obengcnannte Kronradgreifen, welches das Getriebe von 6 Triebstecken herum-bewegk, und selbst hx 59 Z54 Zähne hat; so wird

die Monbskugel innerhalb 29 Tagen 12 Stunden herum-kommen, und alsdann den Mondswechsel anzeigen«

Unter Monds uhr versteht man auch oft diejenigeUbr, welche bey der Nacht durch den Schatten des Mon-des die Stunden angiebt.

Morgentau te, Lautenwcrk. So nenntman ein mit den Thurmuhren verbundenes Uhrwerk, wel-ches , wenn es aufgezogen ist, um eine bestimmte Stundevon selbst ein läuten mit einer Glocke verursacht. Es wer-den nämlich zwey Werke, wovon jedes seine Anzahl Zähneund Getriebe hat, und eines zum Läuten, das andere zumAusheben um die bestimmte Stunde und um das ersteWerk in Bewegung zu setzen, mit einander verbunden.Die Räder sind gewöhnlich von Holz, die Getriebe vonEisendrath, die Zapfenlöcher, um zur Vermeidung zustarker Friction kein Oel nöthig zu haben, mit Knochenausgeschert. Mich länger bey der Beschreibung diesesLautenwerks aufzuhalten ist wohl nicht der Mühe werrh.Nur so viel noch, baß es, z. B. mit dem Ausheber«,viele Aehnlichkeit mit einem Wecker hat, ausgenommen,daß man das Werk so einrichtet, daß die Schläge nichtso geschwind, wie bey dem Wecker, auf einanderfolgen.