Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
319
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M e i

ZlA

Wagens; so kömmt die Länge des Weges in Längen her-aus, die so viele Theile enthalten, als Umdrehungen desRades smd. Jedes Theils Länge ist also der Peripheriedes Rades gleich. Begreiflich läßt sich dies alles leichtin Meilen verwandeln, wenn man die gesammten Theileauf Fuße oder Schritte und diese wieder aufMeilen bringt.Leutmann (vollständige Nachricht von Uhren 2. Th.S. 122 u. f.) hat ein Paar Meilenzeiger beschrieben.Auf diese Maschine gründet sich auch der sogenannt«Schrittzähler, wo, statt der Umdrehungen des Ra-des, die Anzahl der zurückgelegten Schritte angezeigtwerden.

Meisel, L i a u x. Der Uhrmacher muß meh-

rere Meisel von verschiedenen Sorten haben, um damitMetallrheile nach verschiedener Gestalt auöhauen zu kön-nen. Man hat daher sogenannte Flachmeisel, derenSchneide eine gerade Linie ist, Höhlm eisel, derenSchneide einen halben Kreis bildet; Vorsieh m ei seioder Stemmeisien u. d. gl. m.

Meister der Uhrmacherkunst, Klaitrsä'borIo»erl 6 . Im engern Verstände nennt mandenjenigen Uhrmacher einen Meister seiner Kunst,welcher im Stande ist gute Uhren zu verfertigen. Imweitern Verstände erhalten aber nur diejenigen Uhrmacherden Namen Meister, welche Unterricht in ihrer Kunstgeben, und Lehrlinge und Gesellen halten können. Esmuß also da gewöhnlich der Meister sich durch sein Meister-stück geschickt gemacht haben, in die Innung der Uhrma-ckerkunst aufgenommen zu werden; wodurch er denn eigent-lich die Freyheit erhalt alle zu seiner Kunst gehörigen Vor-züge zu genießen, und Gesellen und Lehrlinge zu halten.

Meister im B! eche. So nennt man den beymSchlagen des Blechs (s. Messing) erzeugten Fehler, wo-durch dasselbe windschief, oder an einigen Stellen hohlund nie recht eben wird. Es gehört schon eine Uebungdazu beym Schlagen den Meister zu vermeiden.