ZO8
L ä n
ches er wegen des Schwanken des Schiss für ganz unmög-lich hielt — sagt er, so hätte man wohl noch Hvfnungsie zur verlangten Richtigkeit zu bringen. Die Federuh-ren hält er nun gar für ganz ungeschickt dazu. Auch dielehrreichen und vortreflichen Untersuchungen des Dan.Bernoulii ( Ixecliernbes meobaniguss et alironoini-welche er 1741 von der Pariser Akademie den.Preiß erhielt, blieben »»angewendet. Und so war es denn.dem.Harrison, der nie bey einem Künstler in die Lehregegangen war, vorbehalten, die so große Ehre und Be-lohnung zu gewinnen, und die Bewunderung von ganzEuropa zu werden.
Johann Harrifon zu Barrow in der Graf-schaft Lincoln ohnweit Barcon am HumberFlussewurde durch die großen Versprechungen der Parlaments-akce veranlaßt an der Verbesserung der Uhren zu arbeiten.Er war blos Zimmermann und Tischler; hatte aber eingroßes mechanisches Genie und arbeitete immer an Uhren.So machte er z. B. Pendeluhren, wo die Zapfen der Rä-der, von Messing, in hölzernen Löchern liefen. Dadurchwurde die Friction geringe, obschon kein Oel gebrauchtwurde. Er setzte das Pendel so zusammen wie ein Rost,daß nicht Wärme und Kälte den Gang der Uhr in Unord-nung bringen konnte, und gab daher zur wettern Erfin-dung des Grahams (s. Pendel) Anlaß. Schon 1726hatte er zwey Uhren gemacht, die in einem ganzen Monatnicht um eine ganze Sekunde von einander abwichen.(S. LnnnoilNncs äe8 i^lc>nvern6N8 celeÜ68 , ^>our176;. xnZ. 222 u. f.)
Harrisons Wohnung war nahe am Meere, under hatte daher Gelegenheit, vielerley Beobachtungen überdie Bewegung der Wellen, und das Schwanken desSchiss in denselben, zu machen, um eine Uhr verfertigenzu können, die das Schwanken des Schiss vertragenkonnte.
Die erste Seeuhr, welche Harrifon bearbeitete,schickte er im Jahr 17 36 ein. - Sie wurde im May des-
Dr;