Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
293
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Kot Lyz

Steklscheibe bedeckt, und nur da eine Oefnung hat, wodie Uhr aufgezogen wird.

Kasten der Uhr, Uhrkasten. Der Kastender Uhr, welcher eine Pendeluhr einschließt, muß vongutem Holze und zwar so verfertigt seyn, daß die oben auf-gesetzte Uhr wenn der Kasten zu einer Wanduhr ge-macht ist gleich waagrecht gestellt werden kann, undkein Theil derselben an den Kasten Herausstreife, wodurchder Gang der Uhr gehemmt, oder in Unordnung gebrachtwerden kann. Besonders der Pendcllinse gegenüber mußder Kasten für deren Schwingung recht geräumig seyn.

Kette des Uhrwerks, Uhrkette, Lbalne.In den ersten Taschenuhren mit der Schnecke befand sich.noch keine Kette, sondern statt dessen eine feine Saue,

' welche mittelst eingebrannter Knoten in der Trommel undSchnecke statt der Kettenhaken -- daran befestigtwar, und auf eben die Art, wie die Kette darum gewun-den wurde. Wie mangelhaft diese Einrichtung sey, wirdgewiß einem Jeden leicht in die Augen fallen, da sich dieSaite nach und nach abschabt, und an den dünnen Stel-len bald zerreißt. Um so nützlicher war daher die Erfin-dung der Kette.

Sie besteht aus lauter feinen Gliedern oder stähler-nen Blechen, die an jedem Ende ein feines Loch haben.Diese einzelnen Glieder werden auf die mühsamste Art zu-sammengenietet, und bilden dann eine Kette. Mit derVerfertigung der Kette geht es ss zu:

Ein kleiner Meifel hat zwey feine stählerne Spitzen,so weit von einander entfernt, als die Löcher in einem Gliedesind. Hiermit werden die Löcher in die dünnen Stahl-bleche gestochen, woraus die Glieder der Kette verfertigtwerden sollen. Eine Maschine hat eine stählerne Unter-lage, worin ein Loch von der Größe und Gestalt des Glie-des der Kette ist. In dies Loch paßt auch der genannteMeißel oder Stempel mit den feinen Spitzen genau, welchewieder getrau in die mit dem Meifel gestochenen Löcher