Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

einfall, zu 60 Grad, und um die Größe der Hemmungä-scheide danach zu bestimmen, so nahm er den Durchmesserderselben doppelt so groß, als die Entfernung eines Zahnsdes Hemmungsrades von dem andern. Dies gründete erauf den geometrischen Satz: weil die Sehne eines Bogensvon 6o Graden dem Halbmesser gleich ist, oder, welchesdas nämliche, weil der Halbmesser in dem Umkreise 6 malliegt. Die Welle der Aushebe muß in der Tangente, welcheman an der Spitze des Zahns herausgezogen sich gedenkt,liegen, und der eigentliche Arm der Aushebe genau gegenden Arm der Unruhe zu stehen und so nahe als möglich aufdiesen Mittelpunkt würken. Der Anschlagstift muß so aufder Unruhe stehen, daß der Einschnitt in der Hemmungs-scheibe sich in einer Linie befindet, welche man vvm Mittel-punkt der Unruhe zum Mittelpunkt des Hemmungsradeszieht, wenn die Unruhe angehalten wird. Wenn das Raddas Heben gethan hat, und die Scheibe verläßt; so bemerktman in dem Augenblicke einen Strich an der Unruhe, undnoch einen Strich, wenn der Federeinfall im Zurückgehendas Ende des rechten Arms der Aushebe verlaßt. DieMitte zwischen diesen beyden Strichen giebt den Ort fürden Anschlagstift an. Mehrere dieser Grundsätze, wovondie angeführten die hauptsächlichsten sind, findet man inBerthouhs vortrefiichen Werke (THrö lor lös bor-loA. mur.) Die Anwendung der freyen Hemmung siehtman in den Artikeln Seeuhren und Taschenchrono-Meter.

-Hemmungshaken, Allere äe l'ecbapxement, s. Hemmung.

Hemmungsrad, U0N6 ck'Lclaappe-

ment, liooklöt ä'LekiLppöment. So nenntman dasjenige Rad, welches die Hemmung regulirt, oder,welches einerley ist, das letzte Rad einer Uhr, welches denHaken der Hemmung oder die Spindel in Bewegung setzt.Es wird da gewöhnlich Steigrad genannt. Bey denCylinderuhren ist das Cylinder - oder Hakenrad, welchesden Cylinder herumtreibt, das Hemmungsrad. Man