einem gegenüber stehenden Einschnitte, und einem Fang-rade. Tompion brauchte einen Cylinder statt der Spin-del, worin ein Einschnitt war, in welchem die Spitzeneines horizontal liegenden Rades griffen, .und ihn vermögeseiner Ränder oder Lippen in Bewegung sehten.Diese mangelhafte Erfindung gab ohnstreitig den erstenAnlaß zu derjenigen der jetzt so beliebten Cylinderuh-r e n, wovon eigentlich Graham der Erfinder ist. Nochvorher find die Hemmungen des Flamev ille tun Jahre1727) und des Facio (1700) bekannt. Des letztemseine war würklich sehr kunstreich. Ein halber Cylindervon Diamant, Achat, oder Stahl hatte einen Einschnitt,worin zwey vertikal liegende Steigräder griffen.
Die verschiedene Einrichtung der Hemmungen beyPendeluhren ist noch mannigfaltiger, als die bey Taschen-uhren. Nachdem man die lange gebrauchte Hemmung desSteigrades und der Spindel, ohngeachtet der sinnreichenErfindung des Huyghcns das Pendel mit der Cykloidezu regieren (s. Pendel), noch sehr unvollkommen gefun-den hatte, so erfand man den sogenannten englischer»Haken. Der Engländer Element soll umsJahr 168»der Erfinder davon gewesen seyn. (S. 8 mIrb 0.
(Llolv - Naiver), I^orolvAlcLl äii^uiiitions. I.onäoir
1694. 4. Z.); doch hielt sich auch Dr. Hook dafür.
Diese Hemmung wird bis jetzt noch immer bey den gewöhn-lichen Pendeluhren angewandt. Indessen hat man auchdiese Hemmung noch immer zu verbessern gesucht.
Durch diese Erfindung aufgemuntert, wetteifertendie Künstler noch bis auf die jetzigen Zeiten es einer demandern durch neue Erfindungen immer mehr zuvorzuthun.Die Hemmungen des Huyghenö, des dü Tertre,des Saurin, des Thiout, des Vergo, des Gra-ham, Roy, Gourdain, La Gränze, des Lal-let, Le Paute, Berthoud, Kendal, und anderemehr, find hinlängliche Beweise davon. Huyghenserfand ein Pendel, welches anstatt nach einer Richtung zuschwingen, cirkelförmige Bewegungen machte, oder eine»