Fl1§en, Xlortaises. So nennt man ge-wisse Veriefungen besonders in ebenen Theilen, in wel-chen sich gewisse andere Theile hin und her schieben lassen.Ihre Anwendung ist bey vielen Maschinen sichtbar, unterandern bey dem Raderschneidzeuge, Schnekken-schneidzeuge u. s. w.
Fuß des Klobens, s. Kloben.
Futter, koucbon. Ein in eine Platte der Uhroder in einen Kloben eingeschlagenes oder eingeschraubtesStück Messing, in welches ein Zapfenloch gebohrt wird,heißt ein Futter. Man bohrt in die Stelle, wo dasFutter hineingefügt werden soll, ein. Loch und versieht dies,',it Schraabengangen. Alsdann nimmt man zu demFutter selbst gutes und hart geschlagenes Messing — jakeinen gezogenen Drath — und feilt dies so, daß eineSchraube daran geschnitten, sehr fest in das vorher ge-bohrte Loch passe. Das fest in dies Loch geschrobene Futter,welches etwas auf der Fläche der Platte hervorsteht, ebnetman nun gehörig mit einer Schlichtfcile, wobey man sichaber sehr in Acht nehmen muß, daß man mit der Feilenicht an der Platte oder an andere Theile heraussireife,welches besonders ben schon fertigen und vergoldeten Uhrensehr schädlich ist, und daher sorgfältig vermieden werdenmuß. Nachdem dies geschehen, so bohrt man das Zapfen-loch in das Futter, wozu man sich des Eingrifszir-kelö bedienen muß.
Oft werden neue Futter in eine Uhr gemacht, wo dieZapfenlöcher ausgelaufen waren, und da pflegen viele Uhr-macher das Zapfenloch nur so aufs Gerarhewvhl hineinzu-bohren, und wenn es nicht paßt, den Eingrif durch Ver-rückuikg des Futters zu verändern. Doch ijc dies eil'. Ver-fahren , welches, wenn das Zapfenloch noch etwas Zu weitvon seinem richtigen Orte entfernt ist, nur selten ganzglückt, weil man das Futter oft erst lange hin und perdrehen muß ehe man die Welle des Rades senkrecht erhalt,»»d alsdann ist auch das Futter durch das Hin - und v^er-schrauben gewöhnlich schon unbrauchbar geworden; oder