welches allerdings die Friction verstärken muß. Die Zähneselbst müßen eine selche Gestalt haben, daß sie sich übereinander mehr walzen als schieben, vder st) beschaffen seyn,daß sie den geringsten Widerstand einander leisten, oderdie wenigste Friction leiden. Wie in solcher Absicht dieGestalt des Zahns und des Triebsteckens seyn müsse, undwas noch sonst beym Eingriffe der Räder und Getriebe ineinander zu bcobachten ist, dies lehrt der Artikel Eingrifhinlänglich.
^ So ist auch bey Körpern von verschiedenen Materiendie Friction verschieden, bey der einen ist sie stärker, bei-der andern geringer. Eben so ist auch bey Körpern volleinerley Materie, die sich über einander bewegen, dieReibung weit stärker, als bey Körpern von zweyerlcyverschiedenen Materien, B. Messing auf Messingreibt sich stärker, als Messing auf Eisen oder auf Stahl.Ueberhanpt ist bey allen Metallen die Reibung des Mes-sings auf Stahl am geringsten, weswegen man diesMetall beständig zu der Verfertigung der Uhren anwendet,und das Räderwerk so einrichtet, daß die Getriebe, derenWellen und Zapfen von gehärtetem Stahl, die Räder unddie Zapfenlöcher von geschlagenem Messing verfertigt wer-den, wo alsdann die wenigste Friction statt findet.
Daß dies würklich der Wahrheit gemäß sey, hatnicht blos Tag täglich die Erfahrung gelehrt, sondern istauch durch vielerlei- sinnreiche Versuche bestätigt, die manmit dem sogenannten Tribometer des Musschenbroecksangestellt hat. Dies Werkzeug besteht aus einem g.Zoll dicken hölzernen Cylinder, durch weichen eine stäh-lerne gehärtete Axe so geht, daß an beyden Enden glattpolirte Zapfen hervorragen. Diese Zapfen können inPfannen von verschiedenen Materien, von Holz, Kupfer,Messing, Stahl u. s. w. gelegt und darin bewegt wer-den. Um die hölzerne Walze wird eine Schnur gewun-den, an welche zwey gleich schwere Gewichte gehängt wer-den, um den Druck gegen die Zapfenlager (die Pfannen)nach Gefallen zu vergrößern. Auf der einen Seite wird