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1 (1810)
Entstehung
Seite
222
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einem andern Körper ruht, und auf demselben hin undher oder fortgeschoben wird/ so ist dazu schon eine gewisseKraft nöthig; denn die Rauhigkeiten der Flachen beyderKörper werden an einander gedrückt, und legen der Be-wegung Hindernisse in den Weg. Diese Hindernisse derBewegung lwnnt man die Frietion, das Reiben,die Anreibung, und sie erzeugen bey den Maschinenverschiedene Veränderungen, die der Künstler zwar nichtbis auf nichts wegzuräumen vermag, wohl aber sie beträcht-lich vermindern kann.

Wenn der Zahn eines Rades den Triebstecken einesGetriebes berührt, so fassen die Ungleichheiten auf derFläche des Zahns in des Triebsteckens seine, so daß einegewisse Kraft da seyn muß, die diese rauhen Theile wiedervon einander trennen kann; und dadurch wird das Rei-ben dieser Theile der Uhr verursacht. Ein anderes Reibenfindet auch--an den Zapfen der Wellen gegen ihre Zapfen-löcher statt.

Um also das Räderwerk einer Uhr in Bewegung zusehen, so müßte man der bewegenden Kraft, nach denUmdrehungen der Räder berechnet, einen solchen Über-schuß geben, daß sie im Stande wäre die Frietion gehörigzu überwinden. Die auf diese Art zu verstärkende Kraftmüßte nun schon bey einer starken Rauhigkeit der sich gegen-einanderbewegenden Flächen, um die Frietion zu überwäl-tigen, ziemlich groß werden, welches zu neuen Nachtheilenund daher zu wichtigen Veränderungen, die solche Ma-schinen, als die Uhren sind, leicht unbrauchbar machenkönnen, Anlaß geben würde. Man hat daher auf Mit-tel gedacht die Frictlott, und dadurch also auch die bewe-gende Kraft Zu vermindern.

Zuvor hat die Erfahrung gelehrt, daß die Frictie»der Räder größer werde, wenn ße wenig Zahne bekom-men; hingegen geringer, wenn die Anzahl der Zähnevermehrt wird. Je weniger Zähne nämlicyKasRad hak,desto mehr werden die Direccionslinien einander entgegen-gesetzt, und daher die Kräfte, die man gebraucht, größer,