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Kraft der Feder im Gleichgewicht. Die Kraft der Federwürkt hier statt des Gewichts in der Waagschaale.
Man steht nun hinlänglich den Nutzen, den diesInstrument in der Uhrmacherkunst haben kann, besonderswenn eine neue Feder in eine Uhr gesetzt werden soll, weilman ihre Starke in dem Instrumente messen kann. DerGebrauch dieses Werkzeugs ist ferner noch im Artikel U n-ruhe sichtbar.
Federmesser. Von diesem allgemein bekann-ten Instrumente, gewöhnlich zum Schneiden der Schreib-federn bestimmt, muß der Uhrmacher verschiedene Sortenzu andern Gebrauchen haben, die ihm von selbst gelehrtwerden.
Federspanner, Federwinder. Diese Na-men führt ein Werkzeug, womit die Feder zusammenge-wunden und in das Federhaus gesetzt wird. Es bestehtaus einer Platte, welche unterhalb ein hervorragendesSrück hat, das zum Einspannen in den Schraubstockdient, oberhalb aber mit zwey senkrecht stehenden Blat-tern versehen ist, zwischen denen eine Welle horizontal liegt.Die Zapfen dieser Welle liegen in Löchern, welche in diegenannten Blätter genau gegen einander über gebohrt sind,wodurch man die horizontale Lage der Welle erhält. Dereine Zapfen, welcher aufder äußern Seite des einen Blattsum etwas hervorsteht, trägt ein Sperrad nebst einer klei-nen Kurbel, und ein Sperrkegel, von einer Sperrfedergedrückt, fällt in die schrägen Zähne des Sperrradss. Andas gleichfalls vorstehende Ende des andern Zapfens istein Knopf befestigt, damit der Zapfen nicht aus seinemLoche in dem Blatte Herausweichen könne. In der Mitteder Welle ragt ein Stift in Gestalt einesHakens hervor.
Wird nun die Maschine in den Schraubstock gespannt,das Loch am innern Ende in den Stift gehängt, und dieWelle mittelst der Kurbel herumgedreht, so windet sichdie Feder, um die Welle, und das Gesperre verhindert,daß f,e wieder zurückweichen kann. Die zusammengerollte