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die Räder also nicht so nahe auf einander liegen, und dahernicht so viele Friction verursachen; alsdann können sie aucheher nach Grundsätzen bearbeitet werden, welches bey denflachen französischen Uhren, wo die Wellen der Räder sokurz sind, und alle Räder lind andere Theile so nahe auf-einander liegen, unmöglich ist. Wer daher eine guterichtige Uhr haben will, der wird gewiß allemal eine eng.lische nehmen; für einen Liebhaber der Mode und desSchönen hat freylich immer die französische den Vorzug.Allerdings sind verschiedene einzelne Theile der französischenUhr, z. B der Unruhkloben, der Steigradöklobcn, u. s. w.auch aus Gründen vorzüglicher, als sie es bey der engli-schen Uhr sind, und die durch die Flachheit erzeugten Un-richtigkeiten, wenn sie nicht zu übertrieben ist, kann manwohl durch gut angelegte Stege abhelfen; allein wie vielesolcher Uhren sindet man wohl, bey deren Verfertigungder Künstler auf diese Unistände Rücksicht nahm? Wenneine französische Uhr aber so gebaut ist, wie die im Arti-kel Taschenuhr beschriebene, dann könnte man ihrwohl mit Recht den Vorzug vor einer jeden englischen ein-räumen. Anzurathen wäre es aber auch, daß man beymBaue einer englischen Uhr das anwendete, was die fran-zönsche Vorzügliches vor derselben voraus hat, z. B. denUnruhkloben, Steigradskloben, u. s. w.- so daß manauf die Art eine mit den größten Vollkommenheiten verse-hene halb englische halb französische Uhr haben würde,s. Taschenuhr.
Die den Franzosen eigene Simplicität beym Baueder Uhren, wovon sie alle überflüssige Verzierungen weg-schaffen, ist sehr zu empfehlen; da hingegen die Englän-der sehr viel auf Zierrathen zu halten pflegen, wovon eingroßer Theil der Uhr mehr schädlich als nützlich ist. Da-hin gehören z. B. die Verzierungen der Pfeiler, des Vor-fallklöbchens u. s. w. s. Taschenuhr.
Englisches Uhrgehäuse, s. Uhrgehäuse.Englisches Zieferblatt, s. Zieferblatt.