Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
165
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Berthoud (Dr-ute äes stoiInFoz marin. p. Z7;u. f.) beschreibt eine solche Maschine, und macht sie durcheine Zeichnung deutlich. Auch Hr. Geißler (Lehrbegrifder Ührmacherkunst 4. Th. S. 88 u. f.) nimmt eine solcheMaschine auf, die Hr. Prasse, Uhrmacher in Zittau,erfunden, (s. Abgleichungswerkzeug für die Zah-ne der Räder, die in Getriebe greifen).

Nun noch etwas über die Feilen, welche bey der Ar-beit, nämlich zum AuSstrcichen und Wälzen der Zähne,'gebraucht werden. - u

Bey den Ausstreichefeilen ist eigentlich nichts zu erin-nern ; sie sind wie gewöhnlich, und werden auch in Heftegeschlagen, ich. Aus streiche feilen). Die Walzfeilenaber müssen auf eine ganz besondre Art eingerichtet seyn,und zwar so, daß sie dem Zahne gleich von beyden Seitenseine gehörige Gestalt geben, damit sie nur nach einemStriche immer hin und hergeführt werden können, da hin-gegen die Walzfeilen, welche man zum Abrunden der Zähnemit freyer Hand gebraucht, nach verschiedenen Richrungendes Zahns geführt werden müssen, s. Walzfeilen. Esmuß daher die Feile genau nach der Figur des Zahns rin-nenmäßig seyn, und zwar so, daß der Zahn hineinpasse.Auf beyden Seiten, da wo sie den Zahn auf seinen Sei-ten umfaßt, ist sie ungehauen und glatt, und füllt genauden Zwischenraum zwischen den Zähnen aus. Nur inwen-dig der Grund dieser Feilen, und neben diesem etwas vonden Seiten, so weit die Krümmung des Zahns gehen soll,ist gehauen, und hiermit geschieht denn das Wälzen dcöZahns und des Triebsteckens.

Man hat ein besonderes Werkzeug, diese Feilen zuverfertigen, ihnen ihre Gestalt und ihren Hieb zu geben.Es ist dies Werkzeug eine Art Einschneiderädchen, genaunach der Gestalt, die die Zähne haben müssen. Begreif-lich muß man deren von verschiedenen Sorten, für kleineund große Zähne haben. Sie haben ihren Hieb auf dieArt, wie die sogenannten Ränderirrädchen erhalten. Manmuß nämlich, um die Einschneiderädchen zu den Walzfei-