-46 D r e
die Räder noch dazu Mit einer Schraubenmutter fest ge-schroben sind.
Der Anschlag der Drehstifte muß hinlänglich breitseyn, wenigstens halb so breit, als der Durchmesser desRadeswelches man abdrehen will, beträgt, damit dasRad fest anschließe, und sich nicht verbiege. Es müssenauch die Drehstifte nach dem abzudrehenden Rade verhält-nismäßig dick seyn, weswegen man denn mehrere Dreh-stifte von verschiedener Dicke vorräthig haben muß. Sodarf man keinen zu dicken für ein kleines Rad nehme»,weil alsdann dessen Oefnung zu groß werden würde, undman genöchigt wäre einen zu dicken Putzen für das Radzu nehmen.
Damit sich der Drehstift nicht biege, so mache mauihn nebst der Schraube daran so kurz als möglich.
Es ist sehr schwer mit Drehstiften ohne Schraube zudrehen. Denn wenn man auch die eine Seite des Radesfertig gedreht hat, und man will das Rad herunterschie-ben, umdrehen und wieder auf den Drehstift stecken, umauch die andere Seite abzudrehen; sy hält gewöhnlich dieFriction des Stiftes das Rad nicht mehr fest, so daß esbeym Drehen abfallen wird, weil das Loch durch das Ab-nehmen des Rades schon zu weit geworden ist. Dahersind die Drehstifte mit Schrauben weit vorzüglicher, undwenn der Arbeiter auch alle mögliche Fertigkeit im Drehenbesitzt.
Auch diejenigen Stifte, welche durch die Köpfe derDocken gesteckt werden (s. Drehb a n k), werden gewöhn-lich Drehstifte genannt; man muß sie aber wohl vonden hier beschriebenen Drehstiften unterscheiden.
Drehftuhl, s. Drehbank.
Drellbohrer, s. Drillbohrer.
Dressiren. Wenn die Uhrmacher etwas zu einemgewissen Gebrauch einrichten, was vorher eine andre Ge-stalt hatte; so nennen sie dies Dressiren. Z. B. einenOchr-ein, dressiren, damit man mit ihm Getriebe u. d. gl.