Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
131
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eingreifen mehr an, schleifen ihn da aus, und verder-den ihn.

Wenn daher nach obiger Voraussetzung die Federstark ist, so muß man auch die Fläche des Cylinderrades,da wo der Eingrif geschieht, größer machen, und die ge-neigte Flache müßte man, statt sie winklicht zumachen,abrunden.

Um die Starke der Zahne verhaltnißmäßig zu derbewegenden Kraft zu machen, so muß man zu berechnenwissen, wie stark noch die Würkung der Kraft auf denUmfang des Cylinders sey, und daher ist hierzu das Ver-fahren anwendbar, welches im Artikel Unruhe gelehrtwird. B ertho » d (Lllrck etc. p. Z17) fand bey einerCylinderuhr mit Sekunden, deren Dimensionen gegebenwaren, und wovon er die Starke der bewegenden Kraft,so viel sie auf den Umkreis des Cylinderrades würkte, durchVersuche, die im Art, Unruhe erwähnt sind, daß beydieser Uhr, deren bewegende Kraft er durch das Feder-maas (s. dieses Wort) zu z ^ Quentchen bestimmte, welcheer auf Hunderttheile von Granen reducirte, auf den Um-fang des Cylinderrades eine Kraft von ; iZß Granen würkte.Er gab nun den Zähnen des Cylinderrades einer LinieStärke, und fand daß diese die schicklichste sey, ohne zubefürchten, daß durch die Frietion Unordnungen und Ab-nuhungen entstehen könnten.

Es muß die Unruhe der Cylinderuhr beynahe einenBogen von z6o Graden oder einen ganzen Cirkel beschrei-ben. Man kann daher bey derselben nicht die Vorrichtungmit dein Anschlagsiifte, so wie bey einer Taschenuhr mitdem Steigrade, welche keine langsame Vibrationen macht,und eine nicht so schwere Unruhe hat, anbringen. Wennman nämlich die Unruhe jener Uhr, welche große und lang-same Vibrationen macht, mit einem Anschlagstifte, so wiebeyden gewöhnlichen Steigradsuhren versehen wollte; sowürde dieser mit Heftigkeit gegenprallen (s. Gegenpral-len) wodurch eine starke Erschütterung auf die Zapfenwürken würde, so daß diese leicht abbrechen könnten. Um