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mindert, durch letztere hingegen verstärkt, so daß im erstenFalle die Vibrationen der Uhr langsamer, im letztem ge-schwinder seyn werden. So wie aber z. B- durch die Kältedie Elasticität der Spiralfeder vermehrt wird, wodurchdie Vibrationen der Unruhe geschwinder werden, so wirdebenfalls durch die Kälte das Oel, womit die Zapfen ver-sehen sind, verdickt, dadurch die Friction stärker, und dieVibrationen wieder langsamer. Dieser letztere Fehler hebtalso den erstem wieder auf, bringt den Gang der Uhr zurGleichförmigkeit und bewürkt die Compensation. Aus-führlicher handelt hierübcr der Artikel Taschenuhren.
Compenfationsblech. Bey Taschenuhren,welche eine große^ Genauigkeit voraussehen, ist man nichtimmer damit zufrieden, daß die Veränderung, welche dieSpiralfeder in der Wärme und Kälte leidet, durch einegrößere oder geringere Friction compensirt werde(s. Compensation); sondern man sucht erstlich dieFriction der Zapfen soviel als möglich zu verringern —welche man sonst bey der natürlichen Compensation verhält-nismäßig gegen die von der Wärme und Kälte erzeugteVeränderung macht — und alsdann nimmt man zu einemMechanismus seine Zuflucht, welcher oiele Aehnlichkeitmit der Verrichtung des Pendels zur Compensation hat.Man verbindet nämlich mit der Spiralfeder einige dünnemetallene Stäbe oder Bleche, welche so angebracht sind,daß, wenn z. B. die Spiralfeder von der Kalte verkürztwird, und sich die Stäbe oder Bleche natürlicherweiseebenfalls verkürzen (s. Veränderung der Metalledurch Wärme und Kälte) diese Bleche so auf dieSpiralfeder würken, daß diese dadurch um eben das wie-der verlängert wird, um was die Kälte sie zusammenzog,und! also eine vollkommene Compensation Statt findet.Man nennt deswegen die Bleche hierzu Compensa-tionsbleche, und wendet sie besonders bey den See-uhren und den astronomischen Taschenuhren an. IhreBeschaffenheit und Verbindung mit der Spiralfeder s.Astronomische Uhren und Seeuhren.