Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
113
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Farbe bekommen haben, worauf man sie alsdann geschwindvon den Kohlen nimmt, und sogleich in Sand steckt. Letz-teres geschieht, damit sich das Metall schnell abkühle,we.l sich sonst die blaue Farbe durch die noch anhaltendeHitze wieder verliert. Ueber die allmäligen Abstufungender Farben biß zur blauen, und was sonst noch zur Min-derung der Härte hiervon zu wissen ist, s. Härten.

Blech scheere, ist eine scharfe Scheere mit brei-ten Blättern, deren sich die*Uhrmacher bedienen, umdamit Messingblech zu zerschneiden.

Bleyrecht, s. Lothrecht.

Blindboden, Falsche Platte, Ziefer-blattS scheide, IHulss..plagus. So nennt

man diejenige messingene Platte, worauf bey Pendelubrenund bey englischen Uhren das Zieferblatt fest sitzt. Siehat unten drey Pfeiler , welche in die Pfeilerplatte der Uhrhineingehen, woselbst sie nebst dem Zieferblatte durch dieVorsteckstifte festgehalten wird. Bey französischen Ta-schenuhren wird dieser Blindboden nicht gebraucht, eswird da das Zieferblatt gleich unmittelbar auf die Pfeiler-platte gelegt, s. Zieferblatt.

Bandbohrer, si Flachbohrer.

Blumenuhr, ist eine solche Uhr, wo man ausdem Zuschließen und Oefnen der Blumenkelche die Tages-zeit erkennen kann. Eine solche hatte Linne' im botanischenGarten zu Upsala angelegt. Statt der Ziefern und Zeigerhatte er viele Blumen und Pflanzen, die sich zu einer ge-wissen Zeit öfneten und wieder verschlossen. Da man nundie Blumen kannte, und wußte zu welcher Zeit sie sichaufthaten oder zuschlössen, so konnte man leicht wissen wieviel Uhr es war (s. Jakobsons technvl. Wörterbuch, fort-gesetzt von Rosen thal Th. 5.)

BIUtstein, Jaspis. Dieser dichte, schwere undharte Eisenstein, welcher gewöhnlich roth, zuweilen auchgelb, braun oder schwarz von Farbe ist, wird von denUhrmachern oft zur Pvlirung des Stahls gebraucht, nach-dem man ihn in einem Mörser zu Pulver gestoßen, aufeiner eisernen Platte fein gerieben und dann mit Brandt-

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