Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
12
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besteht aus zwei Schenkeln in Gestalt eines kleinen Zirkels.Eine der innern Seiten eines Schenkels ist wie eine Feilegehauen um die höhern Zahne des Rades abzuschleifen, wah-rend man das Rad herumdreht. Mittelst einer Seiten-schraube kann man das Instrument weiter oder enger stellen.Hierdurch erhält man nun zwar die Spitzen derZähne vongleicher Lange; allein da sie, wenn man nicht das obige Ab-gleichungswerkzeug des Crevoißer hat, mit einer Steigrads-feile wieder zugespitzt werden rnüssen, so setzt dies schon einegeübte Hand voraus, die nicht zu viel und nicht zu wenigwegnimmt, und die Zähne alle von gleicher Länge, Dickeund Breite macht.

Hat man ein vollkommenes Steigradsschneid-zeug, (s. Räderschneidzcug) so kann man damitdie Zähne der Steigrädcr wohl so erhalten, daß sie einenguten Eingriff in die Spindel zuwege bringen, auf jedemFall aber ist das beschriebene Abgleichungswerkzeug des Cre-vvisier weit geschickter einen vollkommenen Zahn zu bilden.

Abjustiren, s. AbzLehen.

Ablassen, s. Anlassen.

Ablaufen lassen, eine Uhr, k-aire äe-mnnter, heißt bei den Uhrmachern die Schwere des Ge-wichts, oder die Kraft der Feder ungehindert mit einerbeschleunigten Bewegung anfalle Räder würken zu lasten.Dies geschieht, wenn die Hemmung unterbrochen wird.Wenn die Uhrmacher eine Uhr auseinander nehmen, sowird gewöhnlich mit dem Abschrauben des Unruhklobensund dem Auöheben der Unruhe, oder bey Pendeluhren mitdem Aushenken des Pendels und des mit ihm verbundenenenglischen Hakens, der Anfang gemacht. Ist nun die Uhrnoch ausgezogen, so steht der bewegenden Kraft kein Hin-derniß mehr entgegen, um mit einer beschleunigten Bewe-gung alle Räder herumtreiben zu können. Diese Bewe-gung dauert auch so lange, bis keine Kraft mehr auf dieRäder würken kann, bis die Kette oder die Schnur ganzabgelaufen ist. Daß dies schnelle Ablaufen der Uhr schäd-lich seyn muß, wird gewiß einem Jeden leicht in die Augenfallen ; denn durch die geschwinde Bewegung womit die Zap-