rechneten Proccntzahlcn der Sterhcfälle jedes Tages W erthe liahen, die zugross sind. Da sie aber alle zu gross sind, so ist cs denkbar, dass siemit einem ziemlich gleichen Fehler behaftet sein und sonach annähernddas richtige Vcrhältniss der Ah- und Zunahme der Krankheit bestimmenwerden, und dass diese Annäherung in den Mittelzahlen von je vier oderje fünf Tagen am deutlichsten hervortreten wird. In der Tliat stimmenauch diese aus den Sterhefallen entnommenen Mittelzahlen in ihrem Wach-sen und Abnehmen fast überall mit den aus den Erkrankungsfällenentlehnten überein, wie wir bald durch eine Übersichtstafel belegenWerden.
Zwischen den officiellen Angaben der Erkrankungen und den daraushergeleiteten Zahlen für die Sterbefälle findet, wie eben gezeigt worden,das cigenthümliche Wechselverhältniss statt, dass, wenn die eine zu grossist, die andere nothwendigenveise zu klein gefunden werden muss und um-gekehrt. Da nun jede dieser Zahlenreihen ein Maass für die Intensität derKrankheit sein kann, so wird cs auch die .aus den halben Summen dieser Zah-len gebildete Reihe sein können, und um so mehr, als sich in diesen Sum-men jene Fehler cinigerinaassen ausgleichen. Denn wenn man zwei Zah-len summirt, von denen die eine zu gross, die andere zu klein ist in Ver-gleich mit dem eigentlich dadurch bezeichnetcn Werthe, so wird sich dieSumme mehr der Summe der eigentlichen Werthe nähern, als jeder ein-zelne Posten.
Aus dem so eben entwickelten Grunde wird es also zweckmässig sein,die halbe Summe der Erkrankungszahl und der verhältnissmässigen Sterbezahljedes Tages als Repräsentant der Bösartigkeit des Übels anzusehen unddiese Zahlen oder die .Mittel derselben für je vier oder fünf Tage mit denanderweitigen Beobachtungen zu vergleichen, aus denen man etwas überdas W esen der Krankheit herleiten will.
Um nun beiden Zahlen gleiches Gewicht 1 eizulegen, habe ich die ver-hältnissmässige Sterbezahl unter zweihundert Kranken angenommen.Dann ist nämlich die Summe sämmtlicher Erkrankungszahlen bis auf einennicht zu beachtenden Unterschied der Summe sämmtlicher verhältniss-mässigen Sterbezahlen gleich. Bis zum 17ten November beträgt erstere2150, letztere 2164. Das arithmetische Mittel zwischen dieser Sterbezahlund der Erkrankungszahl giebt uns für jeden Tag die Intensität der Krankheit.
4. Tabellarische Uebersicht säinmlliclier Beobachtungen.
Nachdem im \orgehenden die Data der Beobachtung genauer ange-geben und ihre Bedeutung entwickelt und gewürdigt worden, kommen wir