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sclirift mit, die liier durch das Eintreten der Cholera veranlasst wurde.Cr agebucli über das Verhalten der Lösartigen Cholera in Berlin v. Dr. AlhertSachs Lei Einehe^ Wöchentlich fügte ich eine Übersicht des mittlerenFeuchtigkeitszustandes der Luft im Vergleich zu dem Auftreten der Kran-lieit hinzu, aus der sich fast jedesmal ein auffallendes Zusammentreffender grossem Feuchtigkeit mit der grösseren Bösartigkeit der Krankheit er-kennen liess. Biese merkwürdige Übereinstimmung, welche grösser war,als ich erwartet hatte, bewog mich, die Sache genauer zu untersuchen, undda ich bei dieser ferneren Betrachtung immer mehr Beweise für jenenmehrmals angedeuteten Zusammenhang erhielt: so schien mir die Sachewichtig genug, in einer eigenen kleinen Abhandlung eine Übersicht meinerBeobachtungen darzustellcn. So viel über Veranlassung und Zweck dieserZeilen!
2. Maass der Luftfeuchtigkeit.
Ohne mich zu tief in physikalische Erörterungen einzulassen, glaubeich hier doch Einiges über Luftfeuchtigkeit und über die Art ihrerMessung voranschicken zu müssen. Es ist bekannt, dass Wasser, der freienLuft ausgesetzt, verdunstet, d. h. in einen luftförmigen Zustand über-geht und in diesem Zustande verharret, bis es durch heftige Abkühlung oderdurch Bruck genöthigt' wird, in den tropfbar flüssigen Zustand zuriiekzu-kehren, d. h. zu condensircn. Bas Trocknen der Wäsche giebt unsein Beispiel der Verdunstung, dasBesclilagen der kalten Fensterscheiben einBeispiel der Condensatio n. In der atmosphärischen Luft befindet sichfortdauernd Wasserdunst, bald mehr bald weniger, und so ist auch baldeine grössere bald eine geringere Abkühlung erforderlich, um den Banstniederzuschlagen d. h. zu condensircn. Diejenige Temperatur, bei welcherdieser Niederschlag- jedesmal erfolgt, wird der Thaupunkt genannt; dennwenn sich die freie Atmosjdiäre in der Nähe des Erdbodens in einer Som-mernacht so weit abkühlt, dass der in ihr enthaltene Wasserdunst sichcondensirt: so entsteht der Thau; in den höhern Regionen entstehen da-durch die andern Hj grometeorc, als Regen, Nebel u. dgl. Der Thau-punkt ist also veränderlich, je nachdem die Luft mehr oder wenigerFeuchtigkeit enthält. Er liegt in der Regel unter der Temperatur der At-mosphäre, die wir Lu ft wärme nennen wollen, und zwar derselben näher,wenn die Luft feuchter d. h. dunsthaltiger, entfernter, wenn sie trockner,d. h. dunstfreier ist. Ein vollständiges Übereinstimmen des Thaupunktesmit der Luftwärme würde eine vollkommene Sättigung der Atmosphäre mitWasserdunst andeuten. Die Meteorologie hat in der neuesten Zeit in