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6. Graphische Darstellung der Beobachtung.
Wenn schon aus der Vergleichung der Zahlentafeln, die bisher mitge-thcilt worden sind, die merkwürdige Übereinstimmung der Wechselungenin der Cholera-Intensität mit der gleichzeitigen Dunständerung in der At-mosphäre hinlänglich ersichtlich ist: so schien es mir doch nicht unange-messen, durch eine graphische Darstellung diese Übereinstimmung nochanschaulicher zu machen. Auf der ersten Tafel habe ich daher die Än-derungen der einzelnen Tage so untereinander gezeichnet, dass in derselben1 ertikallinie die mittlere Dunstmenge eines Tages und die Intensitätzahlder Cholera für den folgenden Tag untereinandersteliend durch Punkte an-gedeutet sind, die nach den am Rande bei den Ilorizontallinien bemerktenZahlen ihre Stellung erhalten haben, so dass man den Werth jeder Stelleleicht aus der Tafel entnehmen kann. Die Punkte sind dann von Tagezu Tage durch Linien verbunden, deren Steigen und Fallen dem Wachsenoder Abnehmen der durch sie bezeichnet«! Grösse entspricht. Durch jededieser Linien zieht sich eine stärker markirtc Linie hindurch, welche durchdie Mittel von je vier Tagen bestimmt ist, und so im Allgemeinen dieIlauptwindungcn der ersten Linie angiebt. Der Parallelismus dieser Li-nien springt sehr in die Augen. Man bemerkt deutlich drei ansehnlicheErhebungen in der Feuchtigkeitslinie, welche eben so vielen und auf die-selbe Zeit bezüglichen Erhebungen der Cholera-Linie entsprechen. Selbstin den letzten Theilen, wo die Cholera-Linie bedeutend hinnntersteigt, findensich dennoch in derselben auch wieder kleine Erhebungen, entsprechendden Erhebungen der sich in dieser Gegend weniger verändernden Feuch-tigkcitslinie.
Auf dieselbe Weise sind die beiden Linien der zweiten Tafel constru-irt, welche nach fünftägigen Mitteln, den Resultaten der zuletzt aufge-führtenTabelle, den Gang der Feuchtigkeit und der Cholera-Intensität dar-stellen. Man sieht, wie die Krümmungen dieser Linien in den Hauptpunk-ten mit denen der aus viertägigen Mitteln gewonnenen der ersten Tafelübereinstimmen; da nun die Zahlen zur Rerechnung der fünftägigen Mittelganz anders zusammengestellt werden müssen, wie zur Rerechnung derviertägigen, und doch in der Hauptsache auf dasselbe Resultat führen, soist kein Zweifel, dass in den hier mitgetheilten Beobachtungen wirklicheine Übereinstimmung ausgesprochen ist, uud nicht bloss die erste Zusam-
S. 9. -wird zeigen, dass an diesen Tagen auch die relative Feuchtigkeit in Verhältnis« zuden angrenzenden Tagen sehr gross war, nämlich 1) 90 p. C. zwischen 84 uud 76, 2) 88p. C. zwischen 76 und 78.