gungsgrade nur -y— . 158S d. li. 1350 Gran in der Luft enthalten. Hättedie Luft aber nur eine Temperatur von 10°, so würden hei vollkommenerSättigung nur 790 Gran Wasser in 100 Cubikfuss enthalten sein, also beider relativen Dunstmenge 85 nur yo's • 790 d. li. 681 (»'ran. Aus demVorstehenden wird die Bedeutung der relativen und absoluten Dunstmengeklar geworden sein und auch die Möglichkeit, aus der Beobachtung einestrockenen und eines feuchten Thermometers diese Data hcrzulcitcn, demLeser im Allgemeinen cinleuchten. Wer über ilas Linzeine belehrt seinwill, vergleiche meine Abhandlungen: Über das Psychrometer, Berlin 1828 beiJYauck. und: Über die Verbesserung der ll vgrometrie in der neuesten Zeit, Berlin1830 bei Trautwein, oder was daraus in die neuern physikalischen Werke (Deh-lers Wörterbuch Ilygromctric und Kaempz Meteorologie) übergegangen ist.
IV enn die Luft vollkommen mit Wasser gesättigt ist, so wird jederW asser ausdünstende Körper, •wenn er keine Lebensthätigkeit und keineerhöhte "Wärme hat, nicht mehr in dieselbe ausdünsten können; da dieLuft keinen Dunst mehr aufnimmt. Feuchte Wäsche z. B. würde in einemverschlossenen mit Dunst gesättigten Baume* nicht trocknen können. DieAusdünstung wird daher erschwert, je mehr sich die Luft der Sättigungd. h. die relative Diinstmengc der Zahl 100 nähert. Wenn also die orga-nischen Körper durch den ihnen eigenthiimlichen vitalen l’rocess fortdauerndausdiinsteu, so wird in ihnen eine stärkere Reaktion bei relativ feuchter*als bei relativ trockncr Luft statt finden müssen. Da nun jenes altegulta cavat lapidem sich schon bei unorganischen Substanzen bewährt, sowird es gewiss bei den menschlichen Körpern gültig bleiben, und wirkönnen daher mit Gewissheit annehmen, dass für einen Körper, in welchemdie auf Ausdünstung gerichtete vitale Thätigkcit durch irgend eine Störung-geschwächt ist, die fortdauernde Einwirkung einer fast dunstgesättigtenLuft nachtheilig sein müsse. In dieser Hinsicht schien mir, was ich auchS. 11 des erwähnten Tagebuches andcutele, die Angabe der relativen Dunst-menge eine medicinische Wichtigkeit zu haben. Deswegen suchte ich beider jetzt herrschenden Cholera-Epidemie dieses Datum durch fortdauerndeBeobachtung genau zu ermitteln, um cs mit dem Gange der Krankheit ver-gleichen zu können. Nebenher liess ich auch die absolute Dunstmengenicht aus den Augen.
j ! 3. Maass für die Intensität der Cholera.
Nicht so leicht wie die einfache Beobachtung der Luftänderungen inBeziehung aul Dunst und Feuchtigkeit ist die Ermittelung über die Bös-artigkeit einer Krankheit. Bei der Cholera war cs begünstigend, dass die