sic werden nur wenig geändert, wenn vom vierten Tage der ersten Abthei-lung nicht eben so viel auf den ersten Tag der zweiten Abtheilung über-tragen werden, wie vom vierten Tsge der zweiten Abtheilung auf den er-sten Tag der dritten u. s. w.
In b eiden Fällen also werden wir darauf hingewiesen, die Überein-stimmung hauptsächlich in den Mittelzahlen zu suchen, und den Zahlender einzelnen Tage weniger Gewicht zu schenken. Wie sehr nun die Mit-telzahlen der Erkrankungen von je vier Tagen mit den Mittelzahlen dergleichzeitig beobachteten relativen Dunstmenge übereinstimmten, habe ichdurch wöchentliche Übersichten in dem genannten Tagebuche gezeigt, undwerde unten in einer Tabelle diese Resultate zusummcnstellcn.
Wie wir nun so über die Intensität der Krankheit durch die angege-benen Zahlen der täglich Erkrankten einen Überblick gewinnen können,so ist dies auch noch auf eine andere Meise möglich durch die Sterb-lichkeit. "Wenn unter einer grossen Zahl Patienten, die an dersel-ben Krankheit leiden, täglich von je hunderten 20 sterben, so wird mau esmit einer bösartigeren Krankheit zu tliun haben, als wenn man täglich nur10 von hunderten sterben sieht. Mithin werden die Zahlen, welche ange-ben, wieviel von hundert Kranken täglich gestorben sind, ebenfalls eineReihe bilden, welche durch ihr M’achscn und Fallen die Zu- oder Ab-nahme der Bösartigkeit des Übels darstellt.
M an kann nun annehmen, dass die Todesfälle ziemlich treu angegebensind, da hier Verletzung der polizeilichen Vorschriften grössere Verant-wortlichkeit nach sich zieht. Aber dadurch werden die daraus auf obigeArt hcrgeleiteten Zahlen der Sterblichkeit gewissermaassen noch unsicherer;wenn nämlich die Zahl der Kranken zu klein, die Zahl der Gestorbenen aberrichtig angegeben ist, und man berechnet aus den Angaben, wieviel vonhundert Kranken gestorben sind, so wird man ein Resultat erhalten, wasgegen die M'ahrheit zu gross ist. Denn gesetzt, es wären an einem Tage60 Kranke als Bestand vom vorigen Tage verblieben, und 50 neu erkrankt,dahingegen 30 gestorben, so würde die Zahl der von hundert Kranken ge-storbenen . 100 d. h. ^ oder 28 sein; wenn aber statt jener
50 Erkrankten nur 40 angegeben sind und durch Verschweigung der vorigenTage auch der Bestand nach der ol'ficiellen Kenntniss sich nicht auf 60sondern auf 50 beläuft; so giebt die nach den officiellen Zahlen geführte
Rechnung 50 • 100 d. h. . 100 oder 33, welche Zahl viel grös-
ser als 28 ist. Wir werden also in den aus der officiellen Angabe be-