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Luftfeuchtigkeit und Cholera : ein meteorologischer Beitrag zur allgemeinen Charakteristik der Krankheit
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nun zur Vergleichung der Resultate selbst. Die Zahl der Erkrankten, Ge-nesenen und Gestorbenen wird in der prcussisclien Staats-Zeitung jedesmal fürden Zeitraum von 24 Stunden so angegeben, dass man die bis zum Mit-tage des Tages eingegangenen Meldungen benutzt. Man kann daher wohlannehmen, dass höchstens nur noch diejenigen Erkrankungen, Stcrbefälleu. s, w. aufgeführt werden, welche sich bis 10 Uhr des Tages zugetragenhaben. Insofern nun die Abhängigkeit der Krankheitserscheinungen vonatmosphärischen Einflüssen untersucht werden soll, wird man gewiss zweck-mässig verfahren, wenn man die meteorologische Beobachtung des einenTages mit dem am folgenden Tage angegebenen Kranklicitsvcrlaufe zusam-menstellt. Dies Verfahren habe ich in den bisher bekannt gemachten Ver-gleichungen jederzeit beobachtet. In der folgenden Tabelle sind aber dieAngaben vollkommen gleichzeitig aufgeführt. Die meteorologische Angabeenthält das Mittel aus 6 täglichen Beobachtungen, die sich von 6 UhrMorgens bis 10 Uhr Abends für die Intervalle fünfmal von drei Stundenund einmal von vier Stunden erstrecken. Die Tabelle führt ausserder umständlicheren Zeitbestimmung auf 1) den mittleren Barometerstanddes Tages auf die Quccksilbertcmpcratur von 0° reducirt, 2) den mittlerenThermometerstand d. h. die mittlere Luftwärme, 3) die mittlere Dunstmengemul zwar a. die relative, b. die absolute *), 4) den Total-Eindruck desVetters, 5) den herrschenden Wind des Tages, 6) die Zahl der Erkran-k ngen, 7) die Zahl der Genesenen, 8) die der Gestorbenen, und zwara. überhaupt, b. unter 200 Kranken, (welche letztere Zahl gefunden wird,wenn man die zweihundertfache Zahl der Gestorbenen durch den um die Anzahlder jYeuerkrankten vermehrten Bestand des vorigen Tages dividirt) ; 9) den je-desmaligen Bestand an Kranken, 10) die Zahl für die Intensität der Krank-heit (die halbe Summe der Erkrankungszahl und der verliällnissmässigenSterblichkeit). Diese Tafel wird uns daher als Grundlage zu allen ferne-ren Vergleichungen dienen.

*) I 1 ür die Tage vom 1. hls 12. Nopt hr an welchen ich noch nicht heohachIetc. haheich ans den Mitteln des höchsten und niedrigsten Ilygrometerslandes, wie ihn Herr Mäd-ler nach seinem X* isehlieinhygrometer täglich beobachtet und monatlich ahdrucken lässt,nach einer eigens von mir aus den lleobaclitungen der folgenden Tage berechneten For-mel AY erthe bestimmt, die gewiss etwas anders durch das IsvcJtronieter gefunden wor-den wären, die aber doch im Allgemeinen auch hier ungefähr den Hang der Fe uchtigkeitbestimmen. Die aus Xlerrn Mädlers Tafeln hervorgehenden Mittel der Maxima und Mini-ma nach Helucschen Graden sind für diese 12 Tage: 56/8. 55/1 . 56/9 . 72/2 . 62/1 . 57/2 .56/2 .^59/2 . 63/4 . 70/7 . 76/0 . 75/9. Aus diesen hahe ich nach der AnnälierungsformclP ^t" % (h 66/9), worin p die relative Dunslmenge und h die Fischheinhvgro-

metergrade bedeutet, zunächst die relative Ilunstmengc tuid dann daraus im Vergleich mitder Temperatur die absolute licrgeleitct. .