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Die Kohlensäure wirkt, geathmet, tödlich; in ihrer wässerigen Auflösung aber inden Magen gebracht, wirkt sie gelind reizend und belebend. Von dort aulgenom-men in den Kreislauf, trägt sie ihre Wirkungen auf die entfernteren Organe desBauches, der Brust und des Kopfes, auf die absondernden Organe und aufdasNer-ven-System über; sie befördert den Blutumlauf, alle Ab-und Aussonderungen, durch-dringt bei länger fortgesetztem Gebrauch alle Theile des Körpers, und wirkt autfeste und flüssige auflösend und verbessernd ein.
Die Anwesenheit mannigfacher Salze in der Mischung dieser Mineralquellenmodificirt ihi’e Wirkung, welche oft durch die vorherrschenden stärkeren Eigen-schaften jener in den Hintergrund gesetzt werden, so dafs nur bei wenigen an Koh-lensäure sehr reichen, an Salz und Eisen ärmern Mineralquellen die Wirkung derKohlensäure rein ist; bei den meisten nimmt sie die Richtung der Salze, z. B. deskohlen-, Schwefel- und salzsauren Natrums, oder auch des Eisens.
Die Kohlensäure ist in ihren Wirkungen geistigen Flüssigkeiten vergleichbar;doch hat sie vor diesen den Vorzug, dafs sie weniger matcriel ist, und last wie einunwägbarer Körper, wie die Wärme und Electricität; daher kann man die an Koh-lensäure reichen Mineralquellen als in der Mitte stehend betrachten zwischen kaltenund heifsen Quellen.
Kon den Indicationen der reinen Säuerlinge.
Die Säuerlinge sind angezeigt in allen jenen Krankheiten der Schleimhäute, de-ren Wesen, nebst einer krankhaften Absonderung, in einer Reizung und Verstim-mung derselben besteht; also i. bei chronischen Katarrhen, sowohl des Kopfes, alsder Brust, als der Blase und der ITarnwege, seyen es nun Ausflüsse oder trockene Rei-zung; 2 . bei Verschleimungen des Darmcanals; 3. bei Stockungen der Leber undMilz; 4. bei allen jenen Stockungen im venösen Gefäfs-Systeme, wo Ab- und Aus-sonderungen nicht erfolgen, wegen Vei-stimmung des Nerven-Systems, oder wegenAtonie des Gefäfs-Systems, also in Hypochondrie, Hysterie, Plethora abdominalis _,Gelbsucht, Schwarzsucht, wenn die Krankheit weniger durch Entfernung eines ma-teriellen Reizes, als durch Umstimmung der Thätigkeit bewirkt werden mufs; 5. auseben dem Grunde bei krampfichten Krankheiten des Darmcanals, Magenkrampf, Co-lik, krampfichtem Erbrechen, oder Stuhlverhaltung, bei krampfichten Beschwerdender Ux-inwege; 6 . bei ki’ampfichtem Kopfsclxmei’z, Asthma, bei Neui-algien u. s. w.;7 . bei Ui'inbeschwei’den von Gries und Stein; 8 . bei leisen Stockungen im Lymph-und Drüsen-System; 9 . bei Stockungen des monatlichen Flusses und daher rühren-den Krankheiten, Ausschlägen, gelber Fäi'bung der Haut, oder bei der Bleichsuchtwelche hiei-aus entsteht; 10 . bei untei’drücktem Hämoxrhoidal-Flufs und jener Men»evon Ki’ankheiten, die daraus entspringen.
Kon den Contra-lndicationen der kohlensauren Mineralwasser.
Jeder Säueiding ist ein flüchtiges Reizmittel; sein Gebrauch ei'hitzt, bex’auschtbetäubt. Die an Kohlensäure reichen Minci-alwasser sind also in den Fällen vonleichter Aufregung des Nerven-Systems, von Neigung zu Blutflüssen, SchlagflüssenSchwindel und Ohnmächten entweder contx’a-indicirt, oder wenigstens mit Vox’sichtzu gebrauchen.
Von den Wirkungen der Glaubersalz- und Bittersalz-Quellenderen Indicationen und Contra-lndicationen.
Schwefelsaui’es Natrum und schwefelsaure Talk-Erde sind für die Schleimhautdes Darmcanals ein starkes Reizmittel. Die Lösung dieser Salze in den Mineralwas-