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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Heifs ist jedes Bad, das die Blutwärme übersteigt, also mehr, als 3o°R.., hat. Dasheifse Bad ist in seiner ersten Wirkung reizend; doch ist dieser Beiz nicht grofs ge^nug, um Absonderung zu verhindern; auch schwächt die Gegenwart des Wassers diereizende Wirkung der auf diese Weise auf den Körper angebrachten Hitze. Der län*.ger fortgesetzte und öfters wiederholte Gebrauch des heifsen Bades bringt aber aller-dings im Körper eine entzündliche Spannung, eine Entzündung zuwege. Namentlichist diefs der Fall mit den Dampfbädern, wobei man die Hitze der Dämpfe oft bis zu37, 40, 45, 5o° R. erhöht. *)

Was die Form der Bäder betrifft, in Hinsicht der Anwendung des Wassers alsDouche, Sturzbad etc., so gehört dieses eigentlich nicht in den Bereich dieser Ab-handlung; im Allgemeinen will ich nur bemerken, dafs das Wasser in solchen Fällenörtlicher Anwendung theils mechanisch, theils dynamisch wirkt, dynamisch aber theilsdurch seine Temperatur, theils durch seinen chemischen Gehalt, endlich vielleichtauch durch electrische Einflüsse.

Fälle von grofser Schwäche, entweder des ganzen Organismus oder einzelner Organe,Congestionen nach einzelnen Theilen, organische Fehler des Herzens, des Gehirns oderanderer edlen Eingeweide, und daherrührende Nervenkrankheiten oder Atropliieen,dann Cachexien und Cacochymien mit Entmischung des Blutes, lymphatischen Aus-schwitzungen und serösen Ergiefsungen u. s. w«, bilden gewöhnlich Contra-Indicatio-nen gegen den Gebrauch der Bäder.

Es hat nicht an Männern gefehlt, die mit dem Wasser jede Krankheit heilen zukönnen meinten. Es geht aus solchem übertriebenen Lobe wenigstens eine grofscWirksamkeit und Heilkraft des \\ asscrs hervor.

Es ist leicht einzusehen, dafs die Wirkung der Mineralwasser in allen ihren An-wendungen noch gröfser seyn mufs, als die der Bäder von gewöhnlichem Wasser, dajene mit den oben angeführten Eigenschaften des Wassers noch die einer milden che-mischen Lösung, und, nach dem Drtheile einiger Aerzte und Naturforscher, noch dieeiner eigenthiimlichen Wärme und einer nicht zu erklärenden, eingeborncn, lebendi-gen Kraft verbinden. Doch auch ohne auf diese Ansicht einzugohen, betrachten wirmit Aufmerksamkeit die chemische Constitution einer Schwefeltherme mit ihremSchwefelwasserstoffgas, ihrem Stickgas und ihrer Glairine, eines Eisensäuerlings, einernatrum- und glaubersalzhaltigen Therme, eines Natrumsäuerlings u. s. w.: welchezweckmäfsige, milde, innige Mischung, welche herrliche Bereinigung heterogener Be-standtheile zu einem Ganzen, welche Fülle von Kraft in so weicher und zarter Form 1Welche Arznei der Apotheke wäre im Stande, diese zu ersetzen?

Die Mineralquellen und besonders die Thermen bieten, vermöge ihres Gas-Gehaltsund ihrer Ablagerungen in den Bassins, oder in dem Terrain ihrer nächsten Umge-bungen, noch die Anwendung von Dunst-, Gas- und Schlammbädern dar.

) \ c . 11 lll l3 1 e f ast ummer auf den Gebrauch russischer Bader entzündliche Symptome beobachtetdie mich immer zu kräftiger antiphlogistischer Behandlung aufforderten, die aber zur Besei-tigung der Localkrankheiten, gegen die man die Dampfbäder angewandt hatte, das Ihrigebeitrugen. a ö