Druckschrift 
Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

Wir erkennen mit Achtung den Werth der Leistungen von Westrumb, Gren,Brugnatclli, Black, Fourcroy, Otto, Ileus, Thomson, Bouillon la Gränge, Hermbstädt,Scheercr, Accum, John, Bcrzelius, Bischoff, Struvc, Kretschmar, Wetzlcr, Mosch,Köhlreuter, Wurzer, Kästner, Hufeland und Osann.

Eine logisch ganz richtige Einthei-lung läfst sich nicht aufstellen, Ja bei Be-zeichnung derselben einestheils die quantitativ-chemisch vorwaltenden, anderntheilsdie qualitativ-medicinisch wirksamen Bestandtheile in Betracht gezogen sind. Der Ver-fasser hat die von Osann und Hufeland gegebene Eintheilung im Allgemeinen ange-nommen, dieselbe aber in so fern modilicirt, als er die Temperatur der Quellen alsllaupt-Einthcilungsgrund angenommen und die Unterabtheilungen nach ihren pre-dominirenden, qualitativen oder quantitativen Bestandteilen geordnet hat.

Dem praktischen Arzte wird hierin, wie wir hoffen, eben so wohl genügt seyn,wie dem Chemiker, da die Wärme und die verschiedenen Arten von Salzen, näm-lich die kohlen-, Schwefel- und salzsauren, eben so wie die Natrum-, Kalk- und Talk-Salze, oder das Eisen, je nachdem sie vorwalten, auch die Wirkung des Mineral-wassers nach den verschiedenen Secretionsorganen und nicht minder den Werth ei-ner Mineralquelle als Naturerscheinung bestimmen.

Die Mineralquellen zerfallen in zwei Hauptclassen, in warme und kalte. DieBestimmung des Tempeiaturgrades, nach dem sie zu diesen oder jenen gehören, istwillkürlich. Sobald eine Mineralquelle die mittlcie Temperatur des Bodens an ihremUrsprungsorte übei'steigt, gehört sie zu den warmen Quellen.

Da dieses bei den meisten der Fall ist, so mufs man irgend einen Temperatur-grad als Gränzscheide zwischen heifsen und kalten Mineralquellen feststellen.

Wir haben in dieser Abhandlung die Quellen, die eine Temperatur von mehr,als so 0 R. haben, zu den heifsen, zu den Thermen, gezählt, ohne indessen das Ver-dienst zu verkennen, welches sich Wetzler und andre Schriftsteller um diese Ein-theilung gemacht haben, indem sie kalte, kühle, laue, warme und heifse Mineral-quellen unterschieden.

Die Mineralquellen zerfallen also in:

I. Classe der Thermen.

1) Schwefel-Thennen.

2) Natrum-Thermen.

3 ) Glaubersalz-Thermen.

4 ) Kochsalz-Thermen.

5 ) Chemisch indifferente Thermen.

II. Classc der kalten Mineralquellen.

C) Schwefelquellen.

7) Eisenquellen.

8) Natrumquellen (kohlensaures Natrum haltige Quellen).

9) Kohlensäure Quellen (oder Säuerlinge).

10) Glaubersalzquellen.

11) Bittersalzquellen.

12) Kochsalzquellen.

Als Anhang haben wir auf unsrer Charte auch die Salinen-, die Naphtha-Quellen,die Seebäder und die Struveschcn Anstalten aufgenommen.

Die Untcrabtheilungen bilden sich nach der chemischen Zusammensetzung; sozerfallen, z. B., die Schwefelquellen in:

i