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Vierter Band (1834) S bis Z
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Zezschwitz

Eschilbach stammt-, die erst- treffliche Erziehung erhielt. Der Sinn des Knabenschwankte zwischen dem Alterthum, das ihm der Bater und Dem, das ihm die Mut-ter in der Sagenwelt deS Vaterlandes ausschloß. Nachdem er vom siebzehntenJahre an auf der Universität seiner Vaterstadt unter Schröckh, Ebert und Krug stu-dirt, trat er schon als 24jähriger junger Mann ebendaselbst als Docent über Erd-kunde (der erste Vortrag der Act in Wirtenberg) auf Sein AntrittsprogrammI)o bistoria gengrupüi-re", worin es heißt:rlut kulenas Ojios, ckatlustillia-

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Nil, bonores; sock ?lvlemaeuo rziuck 6et, firokecto nescio" verschaffte ihm einenRuf nach Berlin, wo er als Lehrer am grauen Kloster von 1803 bis 1.805 unter-richtete. Noch vortheilhafier bekannt geworden durch die in seiner Schrift:libeiBasaltpolarität" (Berlin 1809) niedergelegten Entdeckungen, suchte er, vonBlumenbach an die afrikanische Gesellschaft in London empfohlen, die Mission indas Innere Afrikas zu erhalten, mußte aber einem überlegenen Mitbewerberweichen. Sein.wissenschaftlicher Eifer fand in Berlin reiche Nahrung durchden Umgang mit Alexander von Humboldt, Johannes von Müller und Fichte.SeinerGea, Versuch einer wissenschaftlichen Erdbeschreibung", deren erste Aus-gabe 1808 zu Berlin erschien, gebührt das Verdienst, der Geographie zuerst (dennGatierer'S Vorarbeiten beruhten noch auf zu großen Jrthümern) einen mehr stabi-len und natürlichen Gehalt untergeordnet zu haben, in Opposition zu Büsching's bisda gültiger staatenthümlichen Eintheilung der Erde, die durch jeden Krieg undFriedensschluß in ihren Angeln erschüttert wurde. Was er zuerst skizzier, führteRitter in seinem classischen Werke über Erdkunde später als vollständiges Gemäldeaus; aber auch er hat jener ersten Skizze in den spätern Ausgaben derGea"(3. Ausg. 1830), mehr Fleisch und Farbe gegeben. Z. wurde 1810 Professorder Geographie an der berliner Universität und hielt daselbst in dem Winter von18121813 sein-viel besprochenen-patriotisch anfeuernden Verträge über dasNibelungenlied. Mit Iahn suchte er den Saamen mancher alten deutschen Tu-gend in den Herzen der Jünglinge wieder auszustreuen, und dabei den in Germa-niens Urwäldern umherschwärmenden teutonischen Freund selbst nach Kräften zu lei-ten und zu mildern. In diese Periode allen seine die Sprachkunde, die Politik undda« Volksthum betreffenden Schriften. Aber seine segensreichste Wirksamkeit beruhtin der von ihm am 13. Ort. 1806 mit einem Zöglinge (der jetzt als Flötenlehrerbei der Anstalt angestellt ist) eröffnete Blindenanstalt. Kaum gegründet, drohtediese Anstalt beim Einbrüche der französischen Heere wieder unterzugehen, indemalle Unterstützung von Seiten des Königs von Preußen, wie natürlich, ausblieb.Da rettete Z. das Institut, indem er vertrauensvoll den Rest seines Vermögensder Anstalt hinopferle, und sein Vertrauen wurde belohnt. Die Anstalt blüht jetztunter seiner Direktion und seiner verdienstvollen Gattin mütterlicher Pflege. Erselbst drückt sich darüber aus:Abhold tibetischer Zwinggewalt, ist die ganze Ver-fassung meiner Anstalt mehr einem kleinen Freistaate als einer unumschränkten Al-leinherrschaft zu vergleichen, und der Vorsteher ist mehr ein Ordner, nach den Ge-setzen des Rechts und der Billigkeit als ein Herrscher nach Willkür und Launen".Zu erwähnen ist seine Schrift:Belisar über den Unterricht der Blinden", diemehre Auflagen erlebt, und die von ihm erfundenen, höchst zweckmäßigen Relief-globen. Z. machte 1820 und 1824 Amtsreisen durch Holland, Frankreich, Eng-land und die Schweiz, die dortigen Taubstummen- und Blindenanstalten kennen zulernen. Er ist auch der Stifter der 1814 gegründeten berliner Gesellschaft für deut-sche Sprache, sgwie der 1828 gebildeten berliner Gesellschaft für Erdkunde. (9)Zezschwitz (Johann Adolf von), königlich sächsischer Generallieutenantund Kriegsminister, ward am 1. März 1779 zu Herrnhut geboren, wo sein Va-ter, dessen Güter in der Oderlausitz lagen, oft sich aufhielt. Seine Mutter wareine Engländerin aus der Familie Fester. Von seinen acht Geschwistern leben noch

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