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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
VI
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men, und das ältere Werk durch umfassendere Bearbeitung der Zeitge-schichte in all ihren Beziehungen auf gesellschaftliche Verhältnisse, Politikund Literatur ergänzen, und auf diese Weise den Besitzern der frühernAuflagen des Conoersations-Lexikons ein vollständiges Hülfsbuchverschaffen. Der Plan des neuen Werkes und dessen Verhältniß zu demConvtrsations-Lexikon wurde noch genauer durch die Ankündigungbestimmt, daß es ein selbständiges Ganzes bilden würde, insofern alledarin enthaltenen Artikel abgeschlossene Darstellungen sein sollten, unddaher in der Regel kein in den frühern Auflagen des ältern Werkesenthaltener Artikeh hier einen Platz finden könnte, wenn anders nicht derGegenstand durch die Zeitereignisse eine erhöhte Wichtigkeit und eine an-dere Bedeutung gewonnen hätte, oder durch neue Forschungen ein neuesLicht auf ihn gefallen wäre; aber auch solche Artikel sollten, von demStandpunkte der Gegenwart aufgefaßt und bearbeitet, als neu erschei-nen. Das Gebiet des Werkes wurde durch die Bestimmung abgegrenzt,daß es Alles umfassen sollte, was in den Jahren 1829 32 im öffent-lichen Leben, in den Wissenschaften und in der Kunst bedeutend hervor-getreten wäre.Die großen Zeitereignisse sagte die Ankündigungsollen mit der Unbefangenheit betrachtet werden, die Demjenigen > mög»-lich ist, der als Zuschauer des bewegten. Lebens der Gegenwart ein kla-res Auge bewahrt, aber auch mit der Theilnahme dargestellt werden, diedem Bilde der Zeit Wahrheit und Wärme gibt. Die Veränderungen,welche mehre deutsche Staaten in den letzten drei Jahren erfuhren, so-wie die Entwickelung des constitutionnellcn Lebens überhaupt, sollen eineeingreifende Darstellung erhalten, die gründliche Würdigung mit anstän-digem Freimuthe verbinden wird."

Dies war das Ziel, nach welchem gesteuert werden sollte. Eswurde die Mitwirkung ausgezeichneter Gelehrten in und außer Deutsch-land erlangt, und günstige Umstände machten es möglich, nicht nur vielebedeutende biographische Artikel aus den sichersten Quellen zu erhalte», son-dern auch für die Darstellung der neuesten Begebenheiten in mehren deut-schen Staaten Manns-: zu gewinnen, die den Ereignissen nahe gewesen^waren. Es ist von vielen Stimmen anerkannt worden, daß die Aus-führung nicht mislungen sei. Über die Auswahl der Artikel mögen ver-schiedene Ansichten geltend gemacht, über das Maß in der Bearbeitungabweichende Meinungen aufgestellt werden können; aber es ist zu erwä-gen, daß ein Gemälde der Zeit, wie es hier gegeben werden sollte,gleichsam aus vielen Mosaikstiften bestehen mußte, die in ihrer Verbin-dung zu einem Ganzen zu betrachten sind. Ist dagegen Manches undMancher Übergängen, so möge man darin nicht Verkennung irgend einesVerdienstes oder einer Leistung finden, sondern namentlich in Bezie-hung auf biographische Mittheilungen die Schwierigkeit in Anschlag brin-gen, überall sichere Kunde persönlicher Verhältnisse zu erlangen. Esist erfreulich, von mehren Seiten anerkannt zu sehen, daß diesesWerk besonders auch in den Biographien gelehrter Zeitgenossen ge-nauere Nachrichten enthalte als man anderswo findet, und auf dieseWeise eine ergiebige Quelle für die Literaturgeschichte geworden sei; wo-bei jedoch zu bemerken ist, daß bei solchen Artikeln zwar bibliographischgenaue Angabe der angeführten Leistungen, aber nicht vollständige Auf-zählung aller Schriften der Besprochenen in dem Plane des Werkesliegen konnte. Für manche biographische Artikel war eine, scheinbardgS Ebenmaß störende größere Ausführlichkeit bedingt, bald durch