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nahm ihre Hohe nach und nach ab, so daß sie unge-fähr nach sechs Monaten, d. i. im Herbste bei durchden Mittagskreis ging. Nach dieser Zeit senkte sie sichimmer tiefer hinab, bis sie endlich in den kürzern Ta-gen des Winters in der Gegend bei L und am kürze-sten Tage in k 24° unter dem Aequator stand, undalso so weit von entfernt war, als der höchste PunctL im Sommer von so baß ihre Höhe des Mittagsim Sommer 78°, im Winter aber nur Zc>° betrug.Alsdann aber stieg die Sonne wieder allmählig in dieHöhe, bis sie den Punct L erreicht hatte, ging wie vor-her weiter fort, und alle Erscheinungen kehrten mit dengedachten Abwechselungen von Zeit zu Zeit zurück. Hier-aus folgerte man nun, daß die Sonnenbahn ein Kreissei und daß dieser Kreis den Aequator jährlich in zweientgegen gesetzten Puncten schneiden müsse, weil manzweimal)! im Jahre bemerkt hatte, daß die Höhe desAequators und die Mittagshöhe der Sonne genau miteinander übereinstimmten und 54° betrugen.
§. 57 .
Die Bahn, welche die Sonne jährlich von Abendgegen Morgen am Himmel so zu beschreiben scheint, daßsie unter, über und in dem Aequator ihre Lage erhält,heißt die S 0 nnenbah n oder Ekliptik. Eine geradeLinie n-r, welche auf der Ebene dieses Kreises lothrechtdurch den Mittelpunct gezogen und bis an die Flacheder Himmelskugcl verlängert wird, ist ihre Axe, unddie Endpuncte n,--- sind die Pole der Ekliptik.Die Puncte k., IVI, worin beide Kreise, die Ekliptik undder Aequator, einander schneiden, heißen die Aequi-