diesen Bogen in Zeit, so weiß man wie lange es nochdauert, bis der Stern von dem angenommenen Stun-denkreise, in seiner Bewegung den Meridian erreicht.Die scheinbare Bewegung der Sonne ist zwar gleich-förmig, aber etwas langsamer als bei den Sternen.Dieses rührt von der ihr eigenen Bewegung her. Imbürgerlichen Leben richtet man sich nach der Sonnen-zeit. Auch sie braucht den aqsten Theil ihrer Umlaufs-zeit, um aus einem Stundenkrcis in den andern zukommen. Tritt ihr Mittelpunct in den raten über demHorizont, so ist dann der wahre Mittag. Auf die Artkann man die Ctundenkreise sich so vorstellen, daß dieSonne von 12 Uhr Mitternacht, mit jeder folgendenStunde in den folgenden Stundenkrcis nach den dabeigeschriebenen Zahlen tritt.
H. 34.
Nimmt man den Bogen des Aequators L 6 (Fig. 16.)zwischen seinem Anfangspuncte L, d. i. demjenigen, inwelchen die Sonne mit der Rückkehr des Frühlinges tritt,und dem Durchschnittspuncte L des Declinationskreisesund des Aequators von Abend gegen Morgen zu; soheißt derselbe die gerade Aufsteigung oder Recta-scension des Gestirnes L.
Bemerkt man nun in dem Augenblicke, wo einStern L in den Horizont tritt und aufgeht, diejenigeStelle « desselben, wo er vom Aequator geschnittenwird; so heißt der Theil des Aequators L«, welcherzwischen diesem Puncte « und seinem Anfangspuncte Lenthalten ist, von Abend gegen Morgen gerechnet, dieschiefe Aufsteigung des Sterns L>