§. 124 .
.Da sich indessen bep alledem die Quantität desKalks nicht im voraus bestimmen laßt, welche er-fordert wird, um den Runkelrübensaft bey einergegebenen Quantität damit zu reinigen, und diesesum so weniger, da die Runkelrüben in ihrer Grund-miscbung sich selten gleich sind, sondern immer baldmehr bald weniger frcye Saure, so wie bald mehrbald weniger andere fremdartige Theile eingemengtenthalten, so muß auch hier das richtige Verhält-nis; deö.KalkzusatzeS allemal vorher genau ansgemit-telt werde». Zu diesem Behuf ist es ratbsam, einegeringe Portion des vorrathigen Nnnkelrübensafteö,in einem kleinen Kessel »ach und nach mit so vielreinem gelbschten Kalk zu sättigen, bis ein Stückhineingebrachtes blaues Lackmuspapier nur nocheben schwach gcrothet wird, ohne daß das Kurkume-papier davon eine bräunliche Farbe annimmt: dennes ist besser, lieber etwas zn wenig, als zuvielKalk in Anwendung zu setze», um jede Spur vonKalkgcschmack im Sprup zu verhüten,
§> 125 -
Ist die Reinigung des Saftes mit dem Kalkveranstaltet, so wird der Saft auf den Klärbottichgebracht, von diesem klar abgezogen, und nun nachder (§. 82.) angezeigten Methode, mit gepulverterKohle behandelt, eine Operation, die bey demjenigenNunkelrübcnsyrnp, der als Syrup verbraucht wer-den soll, als unerläßlich anzusehen ist. Nach derBehandlung mit Kohle wird der Saft durchgegossen,nach dem Erkalten aber mit abgerahmter Milch in dem