y
§. 14.
Die Schaale und das Fleisch der Runkelrübe,sind in ihrer Grnndniischung bedcnrcnd verschieden.Die Schaale scheint fast ganz aus Pflanzeneiweißund Faserstoff zu bestehen, und in ihr ist das atzendePrinjipimn, mit einem dem Lakritzensast ähnli-chen Schleimzncker, vorzüglich angehaufr; dage-gen das Fleisch weniger Schleimzucker, und dage-gen mehr wahren lnstallisirbarcn Zucker enthalt,dessen Quantität aber, nach der Varietät der Rübe,so wie nach ihrer Kultur, oft sehr differirt.
§. -st-
Wird die Runkelrübe von der äußern Schaale,so wie von dem Keime befrenet, und dann aufeinem gewöhnlichen Reibeisen zerrieben, so wer-den ihre Saftgefaße zerrissen, und sie gehet ineinem flüssigen Brey über, aus dem nun der Saftmittelst einer Presse von den fasrigen und markigt-mchlartigen Theilen leicht abgesondert werdenkann. Der Saft zeigt einen süßen Geschmack,laßt aber im Gaumen eine brennende Empfindungzurück.
§- .16.
Wird jener Saft zum Sieden erhitzt, so er-folgt eine Gerinnung desselben, und daS Pflanzen-eiweiß scheidet sich in Gestalt eines etwas grauenSchaumes daraus ab. Der Saft nimmt eine Helleweingelbe Farbe an, und bildet, wenn derselbe sil-trirt, und zur Syrupsdicke verdunstet wird, eine:»süßschmeckcnden, reich mit Auckcr.heilen beladenenSnrup, aus dem beym fcrnern gelinden Abdunsien
-A 5