Scs Dienstes zu erlangen. Diesem Beispiele folgten die«»eisten europäischen Mächte."
„Der Charakter der reitenden Artillerie sagte den ra-schen und kühnen Unternehmungen Napoleons ausnehmendzu. Er verdankt derselben einen Theil seiner wichtigstenSiege, nainentlich die bei Friedland und Wagram,obgleich seine Gegner alle Kraft aufbotcn, ihm dieselbenzu entreißen. — Auch in den Ereignissen der letzten sodenkwürdigen sHahre wurde dieselbe — z B. in dem Ka-vallerie-Gefecht bei Libertwolkwitz, bei Fere-Cham-penoise — fortwährend mit guter Wirkung gebraucht,^irnd ihre Dortheile sind so allgemein erkannt, daß sie jetztbei den meisten Mächten etwa ein Dierrheil bis ein Orit-theil der sämtlichen Feld-Artillerie ausmacht. Oie fechs-pfündigen Kanonen und stebenpfündigen Haubitzen sindfast allgemein für dieselbe angenommen." —
So weit der geschätzte Verfasser^ dieses Aufsatzes. —Als Nachtrag verdient noch bemerkt zu werden, daß injener Periode, als die preußische reitende Artillerie berit-ten gemacht und auch zur Zeit des Friedens so erhaltenwurde, sie — wie schon erwähnt — den Etat eines voll-ständigen Regiments von io Kompagnien, und einen eige-nen Chef erhielt. Das Regiment war in Berlin, Königs-berg, Breslau und Warschau veckheilt. Es erhielt eineigenes Eperzir-Reglement, wodurch die Elementartaktikdieser Waste ungemein vervollkommnet ward. NächstSemwurde der praktische Dienst mit allem Eifer geübt, auf dieWartung und Behandlung der Pferde, das Reiten, dieÜbung der Srückknechte «r. die größte Sorgfalt verwen-det. Die thätigstcn und für den Dienst der reitenden As-tillerie am meisten geeigneten Männer, wurden zu die-sem Regiments gesetzt; mit einem Worte, die preußischereitende Artillerie ist zu keiner Zeit ihrer Selbstständigkeit