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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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wenig der kommenden Zeit nachzuholen oder zu verbessernübrig geblieben i>1.

X. Nachträge für die Jahre igig bis ig2Lbei der preußischen Artillerie.

Oer Mangel an Offizieren machte für die preußischeArtillerie die Maaßregel nokhwendig, von andern WaffenOffiziere, welche Lust zum Artilleriedienstc bezeigten, zurArtillerie zu versetzen. Nach zwei-bis dreijähriger Dienst-zeit und abgelegter Prüfung wurden eine Menge derselbenin das Artillerie-Korps einrangirk.

In jedcin Jahre wurden die Brigaden auf ej Wochenzu gemeinschaftlichen Schieß- und andern Übungen zu-sammen gezogen; bei welcher Gelegenheit auch zuweilenallgemeine Versuche angestellt wurden.

Errichtung einer Landwehr-Artillerie.

Im Herbst igrg wurde bei Berlin ein großes Bela-gerungs-Manöver ausgeführk. S. die Militair-Wo-chenblätter dieser Periode.

Jede Fuß-Artillerie-Kompagnie hatte bis dahin zweibespannte Geschütze, jede reitende vier derselben und dienöthige berittene Bedienungsmannschaft gehabt. Durchdie Ersparüngsmaaßregeln im Februar igao behielten nurg Fuß-Kompagnien per Brigade die Bespannung; alleUnteroffiziere der Fuß-Artillerie verloren die Reitpferde,und jede reitende Kompagnie mit Ausschluß der Garde-Artillerie, 6 Reitpferde. Von dem ohnehin schwachenStande jeder Kompagnie von 6a Mann, wurden zuerst 2und später io Mann vom r. November bis i. März je-des Jahres beurlaubt.

Oie Hauptleute der Fuß-Artillerie verloren die Ra-tionen, und erhielten bei Gelegenheiten, wo fie beritten