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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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V. Periode der schlesischen Kriege bis zum französischenRevolutions-Krieg (17^01792).

IV. Periode des französischen Revolutions-Krieges, bisauf die gegenwärtige Zeit.

I. Allgemeine Geschichte der Artillerie undihrer Fortschritte.

Seit der Erfindung der Geschütze, kurz nach denKreuzzügen, wo die größte Hälfte Europa'« erwachte, undsich aus der Finfierniß empor zu arbeiten begann, siehtdie Geschichte der Artillerie, wie überhaupt die neuere Kriegs-kunst, im genauen Zusammenhänge mit der Entwickelungund dem Fortschceiten des Menschlichen Geistes. Bis da-hin, besonders aber zu Anfänge der christlichen Zeitrech-nung, bediente man sich im Kriege zu den Fernwassen un-geheurer Maschinen, welche durch rege gemachte Spann-kraft große Balken und Felsstücke auf weiter Ferne hin-schleudertcn. Diese Maschinen, Ballisten und Kata-pulten genannt, entsprachen in gewisser Beziehung un-fern heutigen Geschützen, so wie die Dogen und Schleu-dern, und späterhin die Armbrüste, welche von den vene-tianischen und genuesischen, und nächst diesen von dendeutschen Schützen mit großer Sicherheit und Genauigkeitgeführt wurden» unserm heutigen kleinen Feuergewchre.Oie Erfindung des kräftigeren und wirksameren Schieß-pulvers setzte zu Ende des rrsken Jahrhunderts jene Waf-fen größtentheils außer Kraft, und veränderte überhauptdie Form der Kriege in ihrem innersten Wesen. Ersah-rungssätze reichten zur allgemeinen Leitung eines Kriegesnicht mehr hin, und das Kriegshandwerk ging allmälig

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