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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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stehen mochten, ahmten diesen Fehler nach, der sich bis aufdie heutige Zeit fortgepflanzk, eine große Menge Munitiongekostet und der Artillerie in den Augen der übrigen Trup-pen vielen Abbruch gethän hak. Desto größer ist daherdie Aufforderung, diesem Fehler entgegen zu arbeiten unddie Schußweiten im Kriege wieder auf vernunftgemäßeGrenzen zurückzuführen.

In Preußen ist in dieser Hinsicht und zwar ver-anlaßt durch die Neuenhagener Versuche, ein wichtigerSchritt dadurch gemacht worden, daß gegenwärtig (1821)in den Schieß - und Wurftabellen kein höherer Aufsatzauf- und angenommen wird, als, die zweckmäßigen Schuß-weiten ihn fordern.

VI. Geschichte der Verwendung der Artillerieim Kriege. Bedienung und Handha-bung der Geschütze.

Das erste Geschütz wurde nur bei Belagerungen gebraucht, und es vergingen mehr als hundert Jahre, eheman es auch in den Feldschlachten anwendete. Die Eng-länder waren die ersten, welche Geschütz mit ins Feld nah-men, und die Schlacht von Crery (26. August l3-j6)war wiederum die erste, in welcher Geschütz aufkritk.Eduard III. von England schlug in dieser Schlacht Phi-lipp von V-»lois; er hatte sechs Kanonen bei sich,die so erschreckend auf die Franzosen wirkten, daß sie nichtStand zu halten vermochten.

Dis zu Ende des iZ ten Jahrhunderts war der Ge-brauch der Artillerie in Schlachten sehr eingeschränkt.

Die Seltenheit der Geschütze machte, daß man imKriege einen großen Werth auf ihre Erhaltung legte, und