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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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VIH. Geschi'chke der reitenden Artillerie.

Im Zysten Stück des Berliner Mili'kair-Wochenblatts,S. 21-, befindet sich ein gelungener Aufsatz über diesen in-teressanten Gegenstand, der das Gepräge der Genialitätträgt und alles erschöpft, was zur Vervollständigung die-ses reichhaltigen Stoffes gezählt werden kann. Wir neh-men ihn daher wörtlich hier auf, wenn gleich die Einlei-tung einige Wiederholungen bereits früher gesagter Dingeenthalten sollte, die jedoch um die Harmonie des Auf-satzes nicht zu stören nicht wohl von ihm losgerissenwerden durfte. Am Schlüsse desselben mögen dann einigeZusätze folgen.

Ueber den ersten Gebrauch und die allgemeinereEinführung der reitenden Artillerie.

Nebst kriegerischem, tüchtigem Geiste, find eine ge-wisse Fertigkeit und Leichtigkeit in allen BewegungenHaupterfordernisse eines Heers, welches stegreich in denKampf geführt werden, und in demselben Ungewöhnlichesleisten soll. Bei großen Feldherren finden wir daher dasStreben, sowohl Geist und kerniges Leben in den Druppenzu erregen, als auch dieselben zur möglichsten Leichtig-keit und daraus entspringenden Bcwcgungsfähigkeit zubilden, um sie für rasche Unternehmungen fähig zu ma-chen, nicht in der Schwere und dem UnauSgcbildetseyn derMasse Hinderniß für Kühnheit zu finden, um auf dieseWeise das Übergewicht, daher den Sieg zu erlangen. Diebcwegsameren Legionen vernichteten die griechische Pha-lanx; wie keiner wußte Cäsar Gewandtheit in sein Heerzu schaffen, blieb an schneller Kühnheit unübertroffen, siegtein fünfzig Schlachten; die schweren östreichschen Regi-menter wichen den, durch Gustav Adolph eingefühcten,

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